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Interview mit Intensivmediziner«Hatte noch nie so weit fortgeschrittene Krebserkrankungen gesehen»

Steigt die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen wieder, dann leiden auch andere Patienten, sagt Reto Schüpbach vom Universitätsspital Zürich.

Reto Schüpbach, Leiter des Instituts für Intensivmedizin am Universitätsspital Zürich
Reto Schüpbach, Leiter des Instituts für Intensivmedizin am Universitätsspital Zürich
Foto: USZ

Herr Schüpbach, wie bereiten Sie sich im Institut für Intensivmedizin am Universitätsspital Zürich auf eine allfällige dritte Welle vor?

Bei allen Wellen haben wir jeweils versucht, Szenarien zu simulieren. Wir berechneten Einsatzpläne für hochwahrscheinliche Szenarien und Konzepte für mässig wahrscheinliche Szenarien mit beispielsweise vielen Patienten. Die mittleren Szenarien deckten sich gut mit dem Patientenaufkommen während der ersten und zweiten Welle. Welle drei werden wir identisch stemmen. Die Zürcher Spitäler haben sich untereinander gut organisiert, damit versuchen wir herauszufinden, wo wir in der Pandemiewelle stehen und ob Voraussagen für unsere Region stimmen. So können wir sicherstellen, nicht von einem auf den nächsten Tag mit Patienten zu überlaufen.

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