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«Ich muss ein paar Dinge richtigstellen»

«Wenn sie auch ein paar Interviews geführt hätten, wären sie zu einem anderen Ergebnis gekommen»: Severin Pflüger, Präsident der Stadtzürcher FDP.

Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse hat 20 Jahre städtischer Politik untersucht – und das rot-grüne Zürich schneidet gut ab. Das muss Ihnen doch zu denken geben.

Moment, so argumentiert die FDP bei solchen Rankings immer. Aber diese Studie hat ausdrücklich Faktoren untersucht, welche die städtische Politik beeinflussen kann.

Inwiefern?

Warum?

«Es gibt Leute bei der Stadt, die sich ums Reklamewesen kümmern. Die sagen, dass auf einem Platz die Farbe Rot zu dominant sei.»

Was hätte man mit Interviews zusätzlich erfahren?

Dennoch: Ausgerechnet in Kategorien, die Sie der linken Stadtregierung vorhalten, schneidet diese gut ab. Haushaltsführung, Wirtschaftsfreundlichkeit, Verwaltung.

Sie relativieren also einerseits das gute Studienergebnis und schreiben es gleichzeitig sich selbst zu?

Diese Angst scheint nach den jüngsten linken Wahlerfolgen nicht mehr begründet.

«Wir werden in Kürze ein Buch vorlegen, das liberale Antworten auf urbane Fragen liefert.»

Die FDP scheint umgekehrt nicht so agil, wenn es um fremde Positionen geht: Die Studienautoren kritisieren, dass bürgerliche Parteien zu sehr auf Rezepte aus der Agglomeration setzen, ohne urbanen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Können Sie einen konkreten Ansatz nennen?

Zur Mobilität in Zürich sagt Avenir Suisse etwas Interessantes: Der Verkehrsfluss bekommt keine schlechten Noten, die Velofreundlichkeit hingegen miserable. So was sagen hier sonst nur Linke und Grüne, die FDP nicht.

«Die Studienautoren wissen offenbar, was wir Bürgerlichen denken, ohne mit uns geredet zu haben.»

Was hätten sie sonst erfahren?

Ein anderes Fazit der Studie, das Ihnen zu denken geben müsste, lautet: «Der den rot-grünen Regierungen oft angehaftete Vorwurf der Schuldenwirtschaft ist in dieser Form nicht haltbar.»

Und was ist damit: «Das Bild der überbordend wachsenden Verwaltung gehört eher zu den urbanen Legenden»?