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Interview: das Enfant Terrible der Klassik«Ich weiss, wie man Reiche aus der Reserve lockt»

Chilly Gonzales hat sich als Sohn eines kanadischen Industriemagnaten vom Berliner Underground in die grossen Klassik-Konzertsäle gespielt. Ein Gespräch über Rich Kids, Opportunismus in der Kunst und die Ängste der Vermögenden.

«Es ist doch grossartig, wenn jemand denkt, er könnte mit mir Geld verdienen», sagt Chilly Gonzales.
«Es ist doch grossartig, wenn jemand denkt, er könnte mit mir Geld verdienen», sagt Chilly Gonzales.
Foto: 2020 Anka

Reden wir über Geld.

Mein Lieblingsthema!

War Wohlstand in Ihrer Familie selbstverständlich? Ihr Vater gründete den Aecon-Konzern und baute damit halb Kanada.

Wir hatten als Kinder schon ein recht komfortables Leben, ein schönes Haus und fühlten uns, als würde ein Kissen unter uns liegen, das die Härten des Lebens abfedert. Zugleich war mein Vater aber besorgt, dass wir zu behütet aufwachsen. Wenn wir etwas haben wollten, mussten mein Bruder und ich es uns selbst verdienen. Seit ich 13 war, hatte ich immer Ferienjobs. Vielleicht hielt uns das davon ab, drogensüchtige Rich Kids zu werden, die Autos schrotteten.

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