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Interview mit Philipp Hildebrand«Wir haben ein grosses Problem»

Wirtschaftsmodell anpassen, Ungleichheit bekämpfen: Erstmals äussert sich der Blackrock-Topmanager und Ex-Nationalbankchef zu den Zielen seiner Kandidatur als OECD-Chef.

«Der OECD-Job ist eine neue Erfindung meiner Person»: Philipp Hildebrand im Fünfsternhotel Savoy Baur en Ville im Zürcher Bankenviertel.
«Der OECD-Job ist eine neue Erfindung meiner Person»: Philipp Hildebrand im Fünfsternhotel Savoy Baur en Ville im Zürcher Bankenviertel.
Foto: Gian Marco Castelberg

Wir treffen Philipp Hildebrand im Zürcher Nobelhotel Savoy Baur en Ville an der Bahnhofstrasse – unweit seines Büros beim weltgrössten Vermögensverwalter Blackrock und wenige Hundert Meter von seiner ehemaligen Wirkungsstätte, der Schweizerischen Nationalbank.

Warum bewerben Sie sich für den Chefposten der OECD? Etwa darum, weil es Sie wieder auf die Weltbühne drängt?

Nein, das Amt ist reizvoll, weil wir in eine neue Ära eintreten. In den vergangenen 13 Jahren waren Staaten und Notenbanken damit absorbiert, die Folgen der Finanzkrise zu bewältigen. In der nächsten Phase wird es in erster Linie darum gehen, wie die Staaten ihr Wachstumspotenzial erhöhen, die stark angestiegene Ungleichheit in Wirtschaft und Gesellschaft korrigieren und den Weg in Richtung Netto-null-Emissionen gehen können. Die OECD kann hierbei helfen. Ihre Rolle dürfte entsprechend wichtiger werden.

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