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Deutscher Eishockey-Verbandspräsident«Ich wundere mich über die Schweizer»

Deutschland hat seine Erfahrungen gemacht mit der Erhöhung der Ausländer. Darum rät Verbandspräsident Franz Reindl den Nachbarn dringend davon ab.

Exploit in Südkorea: Mit fast nur Spielern aus der heimischen DEL errang Deutschland 2018 Olympiasilber.
Exploit in Südkorea: Mit fast nur Spielern aus der heimischen DEL errang Deutschland 2018 Olympiasilber.
Foto: Laci Perenyi (Imago)

Die Schweizer National League beschloss kürzlich, auf die Saison 2022/23 von vier auf sieben spielberechtigte Ausländer zu erhöhen. Eine gute Entscheidung?

Für mich kam sie sehr überraschend. Sie hat bei mir und im deutschen Eishockey allgemein Verwunderung ausgelöst.

Wieso?

Wir haben grosse Achtung vor der Entwicklung des Schweizer Eishockeys. Wie das alles sauber aufgebaut wurde über Jahrzehnte. Als wir uns vor vier, fünf Jahren entschieden, massiv in den Nachwuchs zu investieren, orientierten wir uns auch am Schweizer Modell. Wir wollten mehr eigene Spieler entwickeln, die in der Liga die Plätze der Ausländer einnehmen können. Mit dem Fernziel, 2026 von neun auf sechs spielberechtigte Ausländer zu reduzieren. Unser Problem war, dass wir nicht genügend gute eigene Spieler hatten. Aber dieses Problem hat die Schweiz ja nicht. Deshalb wundere ich mich so. Es scheint, als werde etwas repariert, das nicht kaputt ist.

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