Il fait boom

Vitale Sache: Die Sängerin Karimouche kombiniert Chansons mit kantiger Urban Music.

Zurücklehnen und geniessen: Karimouche machts vor.

Zurücklehnen und geniessen: Karimouche machts vor.

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Am Anfang war das Chanson. Das Panorama ­sozusagen, vor dem Karimouche ihre Songs aufzieht. Es ist Hintergrund für vieles: Hier schleicht sich eine ­sehnsüchtige Tangomelodie ein, da taucht ein Reggae-Rhythmus auf, dort beginnt es zu swingen, hin und ­wieder gibt das Keyboard einen jazzigen Akkord von sich, und immer wieder mischt der Hip-Hop mit.

Sowohl live als auch auf dem Ende März erscheinenden Album «Action» lässt sich die Sängerin statt von einem Schlagzeuger vom Beatboxer Kosh begleiten. ­Madame selber hat eine Vorliebe fürs Rappen, trägt aber lieber Kleid als Trainerhosen und flicht in ihren Sprechgesang gern feminin hohe Töne ein, bis hin zum Kreischen à la Nina Hagen – passend zum Motto des Moods-Abends: «soirée francofolle», eine Wortschöpfung aus «frankophil» und «folle» (verrückt).

In den Texten nimmt sie die Liebe, den Zeitgeist und auch mal sich selbst aufs Korn, voller Ironie, doch ohne dabei bösartig zu werden. Und wer am Verständnis der Slangausdrücke scheitert, kann sich getrost auch einfach mal zurücklehnen und geniessen. Denn im Grunde genommen sind die Lieder noch immer wohlklingende Chansons.

Erstellt: 11.03.2015, 13:15 Uhr

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