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SaisonstartIm Juli sollen die Formel-1-Motoren wieder dröhnen

Motorsport-Fans dürfen sich freuen: Läuft alles nach Plan, startet die Formel 1 in gut zwei Monaten. Mit Einschränkungen wegen der Corona-Krise.

Lewis Hamilton bei den Testfahrten in Barcelona im Februar 2020.
Lewis Hamilton bei den Testfahrten in Barcelona im Februar 2020.
Keystone/Alejandro Garcia

Die von der Corona-Pandemie ausgebremste Formel 1 plant ihren Neustart am 5. Juli mit einem Rennen in Österreich. Der überarbeitete Rennkalender werde 15 bis 18 Grand Prix mit einem Saisonfinale im Dezember in Abu Dhabi umfassen, teilte die Rennserie am Montag mit. Die ersten Rennen sollen im Juli und August ohne Zuschauer in Europa stattfinden. Von September an werde es auch Rennen auf anderen Kontinenten geben, hiess es. Ein endgültiger Kalender solle sobald wie möglich veröffentlicht werden.

Bis zu einer endgültigen Lösung seien aber noch viele Probleme zu überwinden, warnte die Formel 1. Dabei gehe es auch um die Einreise und die Arbeit der Teams in den jeweiligen Ländern der Rennen. Die Gesundheit und die Sicherheit aller Beteiligten stehe weiter im Vordergrund.

Doppelrennen in Spielberg?

Im Not-Kalender der Formel 1 könnten Spekulationen zufolge sogar die ersten beiden Saisonläufe auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg stattfinden. «Wir sind voller Hoffnung und es wäre ein grossartiger Start für die Meisterschaft, falls dies als sicher erachtet wird. Ich weiss, dass Red Bull alles tut, um das Rennen zu ermöglichen», hatte Red-Bull-Teamchef Christian Horner gesagt.

Laut Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko prüfe die Formel 1 gemeinsam mit den Veranstaltern in der Steiermark, «wie man die Anzahl der Personen einschränken kann, dass nicht der komplette Tross, dann wären es mehrere Tausend Leute, anreisen muss». Die Teammitglieder könnten über Charter-Flieger direkt in Zeltweg nahe der Rennstrecke landen. Österreichs Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatte schon gesagt, dass die Regierung einem Geisterrennen «zumindest nicht im Wege stehe».

Le Castellet abgesagt, Silverstone ohne Fans

Zuvor hatten die Veranstalter des Grossen Preises von Frankreich in Le Castellet mitgeteilt, dass das Rennen in diesem Jahr ausfallen muss. Die gesetzlichen Regelungen machen es unmöglich, dass der Event in Südfrankreich wie geplant durchgeführt werden kann. Der Grand Prix war bislang für den 28. Juni geplant. Zuvor wurde bereits der Grosse Preis von Monaco abgesagt, acht weitere Rennen mussten verschoben werden.

Klar ist auch, dass das aktuell für den 19. Juli geplante Heimspiel von Weltmeister Lewis Hamilton in Silverstone aufgrund der Corona-Krise nur als Geisterrennen stattfinden kann. Darüber informierten die Veranstalter am Montag die Ticketkäufer des Grossen Preises von Grossbritannien. «Ich bin extrem enttäuscht, dass ich sagen muss, dass es für uns unmöglich ist, den diesjährigen Grand Prix vor Fans in Silverstone durchzuführen», schrieb Streckenchef Stuart Pringle. Man habe sich diese Entscheidung so lange wie möglich offen gehalten, müsse diesen Schritt aber nun gehen.

5 Kommentare
    Adi Wallimann

    Ich denke in der momentanen Situation, in der die Welt steckt, braucht es diesen Sport nicht!

    Man würde besser Geld investieren in die Forschung dieser Krankheit, dass wir nicht so schnell wieder in so einer Krise landen.

    Und da gäbe es noch andere Beispiele, wo das Geld besser angelegt währe als in diesem sinnfreien Sport.