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ZSC-Revanche gegen BielIm letzten Drittel enden die Parallelen

Die ZSC Lions revanchieren sich mit einem 2:0 gegen Biel für die Niederlage in der Altjahreswoche. Mit Chris Baltisberger verlieren sie aber ihren Vorkämpfer.

Die ZSC Lions gewinnen zu Hause gegen Biel.
Die ZSC Lions gewinnen zu Hause gegen Biel.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)
Sven Andrighetto erzielte für die Zürcher das frühe 1:0.
Sven Andrighetto erzielte für die Zürcher das frühe 1:0.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)
Im Spitzenkampf zwischen Zug und Freiburg siegten die Zentralschweizer.
Im Spitzenkampf zwischen Zug und Freiburg siegten die Zentralschweizer.
Foto: Patrick Staub (Freshfocus)
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Wer vor neun Tagen das letzte Duell der beiden Teams an selber Stätte verfolgt hatte, erlebte in den ersten beiden Dritteln einige Déjà-Vus. Wiederum stand es nach 40 Minuten 1:0 für die Zürcher, wiederum war die Führung gegen Biel nicht unverdient, und erneut hätte der Vorsprung auch höher ausfallen können.

Die Lions liessen aber im zweiten Abschnitt etliche Topchancen ungenutzt: So scheiterten Tim Berni und Roman Wick am Pfosten und vergab Simon Bodenmann solo aus kürzester Distanz. Das frühe 1:0 durch Sven Andrighetto blieb einziger Lohn für einen bemühten, aber längst nicht fehlerfreien Auftritt des Teams von Rikard Grönborg.

So blieben die Seeländer im Spiel, und auch sie hatten einige Chancen. Ludovic Waeber wehrte aber souverän ab. Und hier hofften die ZSC-Fans an den Bildschirmen zu Hause, dass die Parallelen aufhören. Denn am 30. Dezember hatte er im Schlussabschnitt zwei nicht unhaltbare Gegentore kassiert und war damit an der Wende zum 1:3 nicht unschuldig gewesen.

Biel schwächt sich selber

Diesmal hielt der ehemalige Freiburger auch in jener Phase dicht, und kurz nach dem Ende einer Strafe gegen Berni war nach einem Konter wieder die Zürcher Paradelinie erfolgreich – diesmal traf Garrett Roe auf Zuspiel von Andrighetto. Und weil die Bieler anschliessend innert Kürze total zehn Strafminuten kassierten, schwächten sie sich entscheidend selber.

Auf Zürcher Seite war es nicht der Abend der Baltisberger-Brüder. Chris verdrehte sich nach wenigen Minuten unglücklich das Bein, musste von Teamkollegen in die Garderobe begleitet werden und kam nicht mehr zurück. Bei ihm besteht Verdacht auf einen Unterschenkelbruch. Seinen Platz in der ersten Sturmreihe neben Andrighetto und Roe nahm anschliessend Fredrik Pettersson ein.

Phil Baltisberger hatte wenige Minuten später Glück, dass eine Charge an der Bande gegen seinen früheren Teamkollegen Mike Künzle nicht einmal sanktioniert wurde. Erstaunt über das Nicht-Verdikt war auch der Sünder, hatte er doch bereits auf der Strafbank Platz genommen, durfte diese aber sogleich wieder verlassen. Für den blutenden Künzle war der Arbeitsabend vorzeitig beendet, die Bieler Verletztenliste wird damit immer länger.

Physisch scheint der ZSC für das Mammutprogramm der nächsten Wochen gerüstet. Auch in der Schlussphase des vierten Spiels innert sieben Tagen war kein Nachlassen zu spüren. Nächster Prüfstein sind schon am Sonntag die SCL Tigers, anstelle des HC Lausanne, der sich in Quarantäne befindet.

EVZ gewinnt Spitzenkampf

Das Spitzenspiel zwischen Zug und Freiburg entschieden die Zentralschweizer für sich. Den Grundstein für den 6:3-Sieg legte der EVZ bereits im torreichen Startdrittel, das er mit 4:2 gewann. Yannick Zehnder glänzte in der wichtigen Partie als dreifacher Torschütze. Damit verfügt der Leader neu über sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger, der seit Freitagabend ZSC heisst.

In der letzten Partie vom Freitagabend kam Genf im zweiten Direktduell gegen Lugano innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Sieg: Die Westschweizer gewannen 5:2, am Donnerstag war ein 7:3-Triumph resultiert.