Zum Hauptinhalt springen

Brisante Studie«Im Lockdown lernten Kinder so gut wie nichts»

Eine niederländische Analyse belegt erstmals, dass Primarschüler im Fernunterricht kaum Fortschritte machten. Experten sind alarmiert: Die Ergebnisse lassen sich auf die Schweiz übertragen.

Grosse Unterschiede: Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien haben 50 Prozent weniger gelernt als ihre Mitschüler aus gut situierten Familien.
Grosse Unterschiede: Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien haben 50 Prozent weniger gelernt als ihre Mitschüler aus gut situierten Familien.
Foto: Christian Beutler (Keystone) 

Wie gut haben Schülerinnen und Schüler im Lockdown gelernt? – Eine Frage, die Bildungsfachleute, Lehrpersonen und Eltern nach wie vor umtreibt. Bisherige Studien dazu basierten lediglich auf Umfragen. Jetzt belegen Forscher der britischen Universität Oxford erstmals anhand tatsächlicher Leistungen von Primarschülern vor und nach dem Lockdown: Der Lernfortschritt blieb rund 20 Prozent unter dem erwarteten Wert.

«Das ist alarmierend. Die meisten Kinder lernten so gut wie nichts», sagt die renommierte Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm. Sie war viele Jahre Professorin an der Universität Freiburg und führt heute ein eigenes Forschungsinstitut in Aarau. Stamm sagt, die Ergebnisse seien auch auf die Schweiz übertragbar.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.