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So funktioniert Raeto RaffainerIm Schnellzug durch die zweite Karriere

Mit 22 Jahren erlebte Raeto Raffainer seinen Schlüsselmoment, mit 39 ist der Engadiner einer der profiliertesten Macher im Schweizer Eishockey.

Charmant, selbstbewusst, ehrgeizig, kompetent: Raeto Raffainer.
Charmant, selbstbewusst, ehrgeizig, kompetent: Raeto Raffainer.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Vier Männer, zwei Stockwerke, eine Wohngemeinschaft. Oben haben Mathias Seger und Patric Della Rossa ihr Zimmer, unten Edgar Salis und Raeto Raffainer. Salis beschäftigt das Thema Rücktritt, wochenlang, monatelang. Und Raffainer, gerade 22 Jahre alt, erlebt hautnah mit, wie schwer seinem Teamkollegen bei den ZSC Lions der Abschied fällt – wie es ihm den Boden unter den Füssen wegzieht. Raffainer geht zu ZSC-Sportchef Simon Schenk und sagt: «Ich will arbeiten. Ich brauche etwas neben dem Eishockey.»

Der «Schlüsselmoment» sei das gewesen, sagt Raffainer heute. Mittlerweile ist der Engadiner 39, zählt zu den profiliertesten Machern im hiesigen Eishockey. Im Bouquet an Meinungen über ihn stecken Begriffe wie charmant, selbstbewusst, kommunikativ, ehrgeizig, kompetent. Er ist einer, der motiviert, anpackt, mitzieht. Ein «brutaler Karrierist», so formuliert das ein hochrangiger Funktionär – und will die Worte nicht negativ verstanden haben. Raffainer sagt: «Ich habe Verständnis dafür, wenn das so rüberkommt. Aber ich mochte die Komfortzone als Spieler nicht. Ich mag sie noch immer nicht.»

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