Zum Hauptinhalt springen

Analyse zu Xi Jinpings PandemiepolitikSo nutzt China Corona für seine Weltherrschaftspläne

Die Volksrepublik will mit ihrer Impfstoff-Strategie ausserhalb von Europa ein System von Abhängigkeit und Schuld errichten. Die Erzählung der Pandemie soll umgedeutet werden.

Will mit einem chinesischen Impfstoff Politik machen: Chinas Herrscher Xi Jinping.
Will mit einem chinesischen Impfstoff Politik machen: Chinas Herrscher Xi Jinping.
Foto: Hans Lucas (Imago) 

Die Nachricht eines möglichen, bald verwendbaren Impfstoffs ist ermutigend. Doch Normalität wird es erst geben, wenn die Pandemie global eingehegt ist – auch in Regionen, in denen die Ärmsten leben. Dafür aber fehlt eine Strategie.

Weltweit befinden sich gerade zehn Impfstoffe in der letzten Testphase, vier mögliche Heilsbringer stammen aus China. Die chinesische Regierung hat nicht nur unbegrenzte Ressourcen für die Forschung freigegeben, sie wird die Produktion auch schnell im erforderlichen Umfang aufnehmen können – und hat für die Entwicklung alle ethischen Grundregeln ausser Kraft gesetzt. Hunderttausende Menschen sind mutmasslich bereits vor der ordnungsgemässen Zulassung geimpft worden. Kritik am Vorgehen und Berichte über Rückschläge in Testphasen lässt die Regierung zensieren. In den meisten Industriestaaten werden Chinas Impfstoffhersteller zu Recht keine Chance haben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.