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Unruhe in der Volkspartei In der SVP bahnt sich ein Richtungsstreit an

Der neue Parteipräsident Marco Chiesa führt nicht so stark, wie sich das manche wünschen. Deshalb brechen alte Konflikte und Rivalitäten wieder auf.

Er soll jene in der Partei, welche die SVP als Oppositionskraft verstehen, an die Kandare nehmen: Parteipräsident Marco Chiesa.
Er soll jene in der Partei, welche die SVP als Oppositionskraft verstehen, an die Kandare nehmen: Parteipräsident Marco Chiesa.
Foto: Alessandro Crinari (Keystone)

«Wo ist Marco Chiesa?», fragen sich SVPler landauf, landab. Zitieren lassen will man sich nicht. Doch in vielen Kantonalparteien stellt man besorgt fest, dass der im letzten August ins Amt gekommene Chef der wählerstärksten Partei bisher eher dünne Bretter gebohrt habe.

Die wenigen Lebenszeichen erschöpfen sich in einem soliden, aber wenig inspirierten Auftritt in der Präsidenten-«Arena» Anfang Januar und einem Interview in der NZZ. Diese fragte ihn, wo er denn überhaupt stecke. Dazu kamen ein Forumsbeitrag in einer Zeitung und zwei wütende Medienmitteilungen der SVP-Parteileitung gegen die Corona-Politik des Bundesrats, die Chiesa mitunterschrieben hat. Nach Präsident Albert Röstis Rücktritt dümpelte die SVP monatelang ohne Führung dahin. Doch Chiesa füllt das Vakuum bisher nicht.

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