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SRF in der KritikWie entsteht bloss so ein «Tatort»?

Die Kritik an «Schoggiläbe» war vernichtend. Aber welche Schritte durchläuft ein «Tatort» bis zum Dreh? Und warum kann dies «nur schiefgehen»? Zwei Experten erklären.

Die Zürcher «Tatort»-Kommissarinnen Tessa Ott (Carol Schuler, links) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) in «Schoggiläbe».
Die Zürcher «Tatort»-Kommissarinnen Tessa Ott (Carol Schuler, links) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) in «Schoggiläbe».
Foto: Sava Hlavacek (SRF)

Wieso geht das mit dem Schweizer «Tatort» immer wieder daneben? Wo harzt es, sodass wir uns immer wieder blamieren? Auch der letzte, «Schoggiläbe», kassierte wieder harsche Kritik aus dem In- und Ausland, ganz besonders für das Drehbuch (hier unsere Rezension).

Wir haben uns darum die Entstehung der Zürcher Episoden vom Konzept bis zum Dreh Punkt für Punkt von Urs Fitze, Leiter Fiktion SRF, erklären lassen.

Die Autoren-Akquise

Da es um viel geht – an Ressourcen und an Image –, setzt man bei SRF auf Leute, die Erfahrung mit dem Format und dem Genre haben. Statt den «Tatort» offen auszuschreiben, fordert SRF gezielt erfahrene Autorinnen und Autoren auf, ein Konzept einzureichen. Für den neuen «Tatort» habe man sechs Konzepte eingeholt, aus der Schweiz und aus Deutschland, sagt Urs Fitze. Das von Lorenz Langenegger und Stefan Brunner sei das überzeugendste gewesen. Man habe dem Duo den Auftrag erteilt, das Konzept weiterzuentwickeln, und es dann für die Drehbücher Nr. 1 und Nr. 2 verpflichtet.

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