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Interview mit Geruchsforscherin«In Hirnscans sehen wir Angst, Stress und Aggression – ausgelöst durch Gerüche»

Nicht nur den Partner, sondern auch Freunde wählen wir mit der Nase aus, sagt Bettina M. Pause. Unser Riechorgan lässt sich nicht täuschen – und kann oft mehr als der Verstand.

Die Nase führt uns durchs Leben: Eine Frau geniesst den Geruch einer Blume.
Die Nase führt uns durchs Leben: Eine Frau geniesst den Geruch einer Blume.
Foto: Getty Images

Frau Pause, Sie sind gerade von Düsseldorf in den Norden Deutschlands nach Glückstadt in die Nähe des Wattenmeers gezogen. Mögen Sie den Geruch des Meeres?

Ja, sehr. Vor allem aber bringe ich mit dem Meeresgeruch bestimmte Gefühle in Verbindung.

Welche?

Sobald ich am Meer bin und in der frischen Jodluft spazieren gehe, habe ich ein Gefühl von Entspannung, Weite und Unendlichkeit.

Gerüche lösen also Gefühle aus?

Ein angenehmer Geruch verhilft uns dazu, in der Welt zu Hause zu sein, angekommen zu sein. Ein Duft ist zwar nie so konkret, wie unsere Sprache oder ein Bild es sein können, aber er gibt uns ein Gefühl zu dieser Welt.

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