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Proteste am Australian OpenIn Melbourne brodelts, doch das Tennis läuft weiter

Weil die Tennisprofis als «systemrelevante Arbeiter» deklariert wurden, wird das Australian Open trotz eines fünftägigen Lockdowns fortgesetzt. Szenen eines bizarren Tages.

Proteste in Melbourne: Das öffentliche Leben steht erneut still, das Australian Open geht trotzdem weiter.
Proteste in Melbourne: Das öffentliche Leben steht erneut still, das Australian Open geht trotzdem weiter.
Foto: Darrian Traynor (Getty Images)

«Du spielst für Melbourne, Nick!», schrie ein Zuschauer in der elektrisch aufgeladenen Atmosphäre der John Cain Arena. Showman Nick Kyrgios begeisterte an diesem Freitagabend gegen US-Open-Sieger Dominic Thiem, und das Publikum lebte mit, als gäbe es kein Morgen. Was ja auch ein bisschen so war. «Es fühlte sich an wie ein letztes Hurra», sagte Kyrgios, nachdem er den Tennis-Krimi nach einem 2:0-Satzvorsprung noch verloren hatte. Es könnte das letzte grosse Spiel gewesen sein, das am diesjährigen Australian Open vor Zuschauern stattfand.

Denn Victorias Premierminister Dan Andrews hatte kurz nach Mittag den nächsten Lockdown angekündigt, von 23.59 Uhr bis Mittwochmitternacht. Vorerst. Circuit-Breaker nennt man das im Fachjargon, dem Virus den Strom abstellen. Die Massnahme wurde verhängt, weil die Anzahl Fälle beim Holiday Inn beim Flughafen auf 13 angestiegen ist.

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