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Neue Konkurrenz für Spotify

Mit Rdio wagt sich ein weiterer Musik-Streaming-Dienst in die Schweiz. Lohnt sich ein Umstieg?

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Rdio wurde vor rund drei Jahren von zwei Skype-Gründern lanciert. Es erweitert das bereits grosse Angebot an Musik-Streaming-Diensten und tritt in Konkurrenz zum Branchenprimus Spotify.

Die Musikdatenbank von Rdio umfasst rund 20 Millionen Songs, aus denen man frei auswählen kann. Man kauft nicht einzelne Songs oder Alben, sondern bekommt gegen eine Monatsgebühr Zugriff auf das ganze ­Repertoire. Damit unterscheidet sich Rdio nicht von Spotify und ähnlichen Anbietern.

Kein Preisunterschied

Auch bei den Preismodellen gibt es keinen Rappen Unterschied: Will man Rdio auf einem Computer oder im Browser nutzen, kostet es pro Monat 6.45 Franken. Um die App auf dem Tablet oder dem Smartphone zur Verfügung zu haben und Songs zum Offline-Hören zwischenspeichern zu können, erhebt Rdio eine Gebühr von 12.95 Franken pro Monat.

Rdio fehlt allerdings eine Gratisversion mit Werbeunterbrechungen. Damit ist es für gelegentliche Nutzer deutlich weniger attraktiv als Spotify. Wer hingegen bereit ist, für einen Musik-Streaming-Dienst zu bezahlen, bekommt bei Rdio eine elegantere und übersichtlichere Benutzeroberfläche.

Mehr Ordnung

Bei Spotify werden gespeicherte Alben und Playlisten in der selben Rubrik zusammengefasst, was ab etwa 20 Einträgen unübersichtlich und ab 50 praktisch unbrauchbar wird. Rdio regelt das schlauer. Alben, die man speichern möchte, kommen in die sogenannte Sammlung. Für Playlisten wiederum gibt es eine eigene Rubrik.

Das Beste an Rdio ist aber die Möglichkeit, beispielsweise mit der Rdio-App auf dem Handy die Rdio-Software auf dem Laptop fernzusteuern. So kommt es nicht vor, dass man wie bei Spotify mit dem Handy unabsichtlich die Musik auf dem Laptop unterbricht, weil nur immer ein Gerät Musik abspielen kann. Allein für dieses Feature lohnt sich eine Probeinstallation – zumal die ersten zwei Wochen gratis sind.

Erstellt: 01.07.2013, 08:36 Uhr

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