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Raser zeigt sich einsichtig

Nach einer wilden Verfolgungsjagd geschnappt, hat sich ein Raser mit der Anklage geeinigt.

Seine Flucht hatte es in sich: Ein heute 22-jähriger Schweizer fuhr im Oktober 2011 auf der Autobahn A 1 in Suhr mit seinem BMW Touring mit 45 km/h zu viel durch eine Geschwindigkeitskontrolle. Als Polizisten den Lenker stoppen wollten, brauste der BMW mit hohem Tempo davon und überholte andere Autos auf der rechten Fahrspur. Die Polizisten nahmen mit mehreren Patrouillen die Verfolgung des BMW auf, der inzwischen die Autobahn verlassen hatte. In Wohlen errichtete die Polizei mit Nagelgurten eine Sperre. Der Verfolgte jedoch bretterte über die Nagelgurte und fuhr mit platten Reifen weiter. Als der Mann wenden wollte, verlor er die Kontrolle über seinen BMW und prallte gegen einen Hydranten, worauf die Polizisten den Mann verhafteten. Der Mann stand weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss. Er musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Aarau–Lenzburg die eingeleitete Strafuntersuchung wegen «mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung» sowie «Gefährdung des Lebens» abgeschlossen. Der Mann wird im abgekürzten Verfahren verurteilt. Das heisst, die beiden Parteien – Staatsanwalt und Beschuldigter – machen dem Bezirksgericht Bremgarten folgenden Urteilsvorschlag: eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Davon soll er sechs Monate absitzen. Der Führerausweis wird ihm für drei Jahre entzogen. Wann das Gericht über den Urteils­vorschlag berät, ist noch offen.

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