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20'000 Erdbeben in einer WocheBeben, Risse, Magma – Island hält den Atem an

Auf der Insel erwachen die Erinnerungen an den Vulkan Eyjafjallajökull. Kommt es wieder zu einem folgenschweren Ausbruch?

Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull legte im April 2010 den Flugverkehr über dem Nordatlantik lahm.
Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull legte im April 2010 den Flugverkehr über dem Nordatlantik lahm.
Foto: Getty Images

Es passiert an der Supermarktkasse, unter der Dusche oder bei Livestreams. Da gibt es etwa diesen Moment in einem Video-Interview mit Islands Premierministerin Katrín Jakobsdóttir, als es plötzlich heftig ruckelt. Die Reaktionen sind ähnlich: Die meist kurzen Erdstösse sind schnell vergessen – sie gehören auf Island eben dazu.

Doch so alltäglich ein Beben auf der Insel im Nordatlantik sein kann, so selten ist ein Erdbebenschwarm wie jener, der seit vergangener Woche die Halbinsel Reykjanes im Südwesten des Landes erschüttert. Mehr als 20’000 grössere und kleinere Beben mit einer Stärke von bis zu 5,7 auf der Richterskala hat der isländische Wetterdienst dort verzeichnet. Am Mittwoch schliesslich folgte eine Serie vieler kleinerer Beben, auch Tremor genannt, eine Art Zittern, das Stunden anhielt und Vorbote eines Vulkanausbruchs sein könnte. Die Behörden haben die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.

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