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Israels Armee gesteht Fehler ein

Die israelische Armee wusste nicht, was sie erwartet: Sütrmung der «Mavi Marmara».
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Bei der Vorbereitung und Ausführung der Aktion seien «auf allen Kommando-Ebenen» Fehler unterlaufen, zitierte die Zeitung «Jediot Ahronot» am Montag aus dem 150-seitigen Abschlussbericht. So habe die Marine die Gefahr unterschätzt, dass die Soldaten bei der Kaperung der Schiffe auf Widerstand treffen könnten. Von der israelischen Armee veröffentlichte Videobilder von der Erstürmung des türkischen Hauptschiffs «Mavi Marmara» hatten gezeigt, wie Aktivisten auf die Soldaten einschlugen.

Bei dem Angriff auf die Flotte mit Hilfslieferungen für die Palästinenser im abgeriegelten Gazastreifen am 31. Mai waren neun türkischen Staatsbürger ums Leben gekommen. Der Angriff war international scharf verurteilt worden. Israel befürchtet als Hilfen getarnte Waffenlieferungen an radikale Palästinenser, die das Land vom Gazastreifen aus regelmässig mit Raketen und Granaten beschiessen. Israel hält deswegen eine Seeblockade des Gazastreifens aufrecht.

Es gibt noch weitere israelische Untersuchungen des Vorfalls

Israelischen Medien zufolge heisst es in dem Armeebericht, die Gewalt hätte in den Griff bekommen werden können, wenn die Marine mehr Soldaten auf der Kommandobrücke der «Mavi Marmara» eingesetzt hätte. Auch sei die Abstimmung zwischen Geheimdiensten und Armee mangelhaft gewesen, einige Informationen hätten sich zudem als falsch erwiesen.

Der Bericht der Kommission wurde am Sonntag dem israelischen Generalstabschef Gabi Aschkenasi übergeben und sollte am Montagnachmittag veröffentlicht werden. Neben der internen Untersuchung der israelischen Armee gibt es noch zwei weitere Untersuchungen des Vorfalls: Eine öffentliche Kommission mit zwei ausländischen Beobachtern untersucht die rechtlichen Aspekte des Einsatzes, während der Staatskontrolleur, der die Arbeit der gesamten israelischen Verwaltung kontrolliert, den Entscheidungsprozess vor dem Angriff sowie die im Vorfeld vom Geheimdienst über den Hilfskonvoi gesammelten Informationen begutachtet. Eine internationale Untersuchung lehnt Israel ab.

AFP/mt