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Wissenschaftler zur Schweizer Corona-PolitikHistoriker erkennen Muster der Eugenik

Die Schweiz nimmt aussergewöhnlich viele Corona-Tote in Kauf. Historiker erinnert das an dunkle Zeiten.

Oktober 2020: Ältere Frau mit Hygienemaske in Lugano.
Oktober 2020: Ältere Frau mit Hygienemaske in Lugano.
Foto: Keystone

Historiker erinnern sich: Die Schweiz und Schweden, sie waren zweifelhafte Pioniere. Die beiden Länder förderten früh die Eugenik. Die Idee also, dass es wertvolles und weniger wertvolles Leben gibt und dass der Staat berechtigt ist, die Unterscheidung zu treffen.

So führte der Kanton Waadt in den 1920ern das erste Zwangssterilisationsgesetz in Europa ein. Die Schweden gehörten zur selben Zeit mit ihrem «Staatlichen Institut für Rassenbiologie» zur Avantgarde der Eugenikforschung.

Die Eugenik der Schweizer und Schweden ist nicht mit der mörderischen Eugenik der Nazis gleichzusetzen. Allerdings war die staatliche Einteilung in wertvolles und weniger wertvolles Leben in diesen beiden Ländern mächtiger als anderswo in Europa.

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