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GC stellt neuen Trainer vorJoão Carlos Pereira ersetzt Zoltan Kadar

Der Grasshopper-Club präsentiert den Nachfolger von Zoltan Kadar, der bei den Zürchern bleibt und wieder in die zweite Reihe rutscht.

Der neue GC-Trainer im Interview: «Ich liebe Angriffsfussball»
Keystone/SDA

Jetzt ist es amtlich, nachdem der 55-jährige Portugiese bereits Mitte Juli in seiner Heimat als künftiger Trainer für GC gehandelt worden war: João Carlos Pereira wird neuer Coach der Grasshoppers und ersetzt Zoltan Kadar.

Wie schon als Spieler hat Pereira auch als Trainer keine grosse Karriere hingelegt. Er war nur bei kleinen Clubs tätig, in Funchal, bei Moreirense oder Belenenses, und war zuletzt zurück beim zweitklassigen Academica Coimbra. Wenigstens ist ihm die Schweiz nicht fremd, bis Ende April 2012 arbeitete er da erfolglos für fünf Monate beim schliesslich konkursiten Servette.

Der Leistungsausweis ist also bescheiden, Pereira aber hat einen Trumpf: Er wird von Jorge Mendes beraten, dem Grossagenten mit engen Geschäftsbeziehungen zu Fosun. Beim chinesischen Handelskonzern ist Guo Guangchang der starke und milliardenschwere Mann, seine Frau heisst Jenny Wang und wird seit April als Besitzerin von GC geführt.

Kadar wieder Assistenztrainer

Pereira konnte die sportliche Leitung mit einer klaren Spielidee und Spielauffassung überzeugen, wie der Club in einer Medienmitteilung schreibt. Sportchef Bernard Schuiteman: «Wir sind überzeugt, mit João Carlos Pereira einen Trainer gefunden zu haben, dessen Handschrift mit der neuen sportlichen Ausrichtung zusammenpasst.»

Mit der Verpflichtung von João Carlos Pereira tritt der bisherige Cheftrainer Zoltan Kadar wieder in die Reihe des Assistenten zurück. Kadar bleibt Teil des Trainerstabs beim Grasshopper-Club Zürich, der deutlich erweitert wird. Gilberto Freitas, Lino Godinho, João Gião, Bruno Ferreira, Zoltan Kadar und Christoph Born werden von GC als Spezialisten in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

ths./erh

4 Kommentare
    noso

    GC ist nun Teil eines Fussball-Multis, einem Zweig des globalen Multis Fosun. Eine Aufgabe der Abteilung GC wird sein, gute aufstrebende Spieler aus dem Umfeld von Mendes (“Stall” sagt man in anderen Sportarten) zu testen, entwickeln und zu verkaufen.

    Ob es den Menschen, die GC gerne zuschauen (live und im TV) in Zukunft mehr oder weniger Spass machen wird? Ich weiss es nicht, tippe aber auf “mehr”, also besseren Fussball. Fuer die echten Fans wird es allerdings schwieriger, sich mit dem Klub zu identifizieren.