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Viele Corona-AnsteckungenJüdische Zürcher Schule vorerst geschlossen

Wegen zu vieler Corona-Fälle fällt der Präsenzunterricht einer jüdischen Schule aus.

Die jüdische Knabenschule Mosdos Tiferes Doniel in Zürich Wiedikon bleibt vorerst geschlossen. Dabei hätte für einige Schüler der Präsenzunterricht heute Dienstag wieder beginnen sollen. «Wir haben alles vorbereitet, um die nötigen Sicherheitsabstände einzuhalten», sagt Rektor Sandro Schol auf TA-Anfrage.

Nun ist es anders gekommen. Vor dem Schulstart hatte die Schulleitung beschlossen, jene Schüler zu testen, die in Kontakt zu Corona-Patienten standen. So hat sich herausgestellt, dass über zehn Prozent, der am vergangenen Donnerstag getesteten Kinder, positiv waren, wie die jüdische Wochenzeitung «Tachles» berichtete. «Wir waren überrascht», sagt Schol. Allerdings würde in öffentlichen Schulen wohl ähnliches resultieren, wenn die Schülerinnen und Schüler systematisch getestet würden, sagt der Rektor. Gemeinsam mit dem Rabbinat habe man entschieden, dass der Schulbeginn um weitere ein bis zwei Wochen verschoben wird.

Die Kinder erhalten nun wie bisher Fernunterricht. Angesichts der Entwicklung, berichtet der «Tachles», würden Ärzte vermehrt Kinder aus der charedischen Bevölkerung - den ultraorthodoxen Juden in Zürich - testen.

mrs