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Interview zur Berufswahl«Jugendliche brauchen Zuspruch, um ihre Stärken zu erkennen»

Wie können Jugendliche mitten im Schulstress herausfinden, welchen Beruf sie ausüben möchten? Karin Furrer weiss es. Sie ist Initiatorin des Übergangsangebots Zukunftsjahr.

Karin Furrer war Journalistin, hat dann die Matura nachgeholt und studiert. Sie wünscht sich, dass Angebote wie ihres besser akzeptiert werden.
Karin Furrer war Journalistin, hat dann die Matura nachgeholt und studiert. Sie wünscht sich, dass Angebote wie ihres besser akzeptiert werden.
Foto: Samuel Schalch

Frau Furrer, Sie haben vor einem Jahr das Zukunftsjahr lanciert, ein Angebot für Jugendliche, die nach der Schule keinen Anschluss gefunden haben. Gibts nicht schon genug weiterführende Schulen?

Das Zukunftsjahr zeichnet sich gerade dadurch aus, dass kein Unterricht stattfindet. Viele Jugendliche sind nach den neun obligatorischen Jahren extrem schulmüde. Während des Oberstufenalltags fehlt ihnen die Zeit, sich neben Präsenzzeit, Hausaufgaben und Prüfungen noch ernsthaft mit der Berufswahl auseinanderzusetzen. Bewerbungen schreiben, eine Schnupperstelle suchen, sich ein Bild machen von der Arbeitswelt und den eigenen Vorlieben … das braucht Zeit. Wenn Jugendliche unter Druck noch schnell etwas finden müssen, ist das für alle eine grosse Belastung. Und die Gefahr ist gross, dass sie am falschen Ort landen.

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