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Vor dem Spitzenkampf in LuganoKann der FC Zürich gegen das Team der Stunde bestehen?


Seit fast 20 Jahren hat der Stadtclub im Cornaredo nicht mehr gewonnen. Am Sonntag soll sich dies ausgerechnet gegen das Team der Stunde ändern.

Die Stimmungslage von Massimo Rizzo und dem FCZ: Gut, aber noch nicht sehr gut.
Die Stimmungslage von Massimo Rizzo und dem FCZ: Gut, aber noch nicht sehr gut.
Foto: Patrick B. Krämer (Keystone)

Die Befindlichkeit seiner Spieler nach dem 1:2 gegen St. Gallen am Mittwoch fasst Massimo Rizzo so zusammen: «Sie waren enttäuscht. Wir haben wirklich keine gute erste Halbzeit gezeigt, hatten aber doch noch genügend Chancen, um die Partie zu kehren», so der FCZ-Cheftrainer.

Die Niederlage gegen die Ostschweizer ist mit ein Grund dafür, dass die Stimmungslage beim Stadtclub aktuell zwar gut ist, aber nicht sehr gut. Mit 13 Punkten in den 7 Spielen nach dem Trainerwechsel von Ludovic Magnin zu Rizzo hat das Team einen deutlichen Sprung nach vorn vollzogen – es wäre aber noch mehr möglich gewesen: Beim 2:2 in Sitten führte der FCZ bis kurz vor Schluss, beim 1:2 in Genf gegen Servette fiel der entscheidende Treffer in der Nachspielzeit, und auch der Nuller gegen St. Gallen war vermeidbar. Kein Wunder, bleibt Rizzo realistisch: «Wir haben eine gewisse Stabilität erreicht, müssen aber in ein paar Bereichen Fortschritte machen.»

16 Spiele, immer getroffen

Nächster Gradmesser ist am Sonntag im Cornaredo (ab 16.00 Uhr hier live im Ticker) der FC Lugano, seines Zeichens das Team der Stunde. Platz 2 mit 16 Punkten aus acht Spielen ist eine hervorragende Zwischenbilanz für das Team von Maurizio Jacobacci, das in den letzten Tagen nach positiven Corona-Fällen in einer «Quarantäne light» war, aber immerhin ohne Körperkontakt trainieren konnte. Saisonübergreifend ist die Bilanz der Tessiner noch eindrücklicher: Die «Bianconeri» sind seit 16 Partien ungeschlagen und: Sie haben in allen 16 Partien mindestens ein Tor erzielt. Keine Spur von «Catenaccio» also.

Rizzo hat Respekt vor dem Gegner: «Lugano ist defensiv sehr stabil und hat dank dem Selbstvertrauen auch die nötige Geduld und Ruhe. Zudem verfügen sie über eine Vielzahl von Spielern mit Qualität.» Für den FCZ-Cheftrainer ist klar: «Es wird wohl nicht viele Torchancen geben. Wir müssen im Abschluss konsequent und entschlossen auftreten.»

Der letzte FCZ-Vollerfolg im Cornaredo datiert vom 11. März 2001, damals verteidigten noch zwei Spieler namens Urs Fischer und Ludovic Magnin.

Es ist eine Eigenschaft, die beim FCZ zuletzt den Unterschied ausmachte. Beim 4:0 gegen Lausanne-Sport war sie vorhanden, am Mittwoch beim 1:2 gegen St. Gallen fehlte sie zu oft. Für Rizzo ist klar: «Durch Entschlossenheit kann man vieles erreichen.» Dazu gehört für ihn aber mehr dazu, als nur, dass man häufiger den Abschluss sucht: «Es ist auch wichtig, wie man in den Standards präsent ist, wie man in die Zweikämpfe geht, wie nahe man beim Gegner steht, und ob man den Ball schnell zirkulieren lässt.»

Ein Blick auf die Statistik lässt aber keine grosse Hoffnung zu. Der letzte FCZ-Vollerfolg im Cornaredo datiert vom 11. März 2001, damals verteidigten noch zwei Spieler namens Urs Fischer (beim FC Zürich) und Ludovic Magnin (für Lugano).

Die Zürcher haben am Samstagnachmittag noch auf der Allmend Brunau trainiert und sind anschliessend ins Südtessin gereist. Nicht mitgemacht haben die Reise Willie Brito (verletzt) und Vasilije Janjicic (krank). Fraglich ist zudem Verteidiger-Talent Becir Omeragic, der sich gegen St. Gallen verletzte. Allzu gravierend ist seine Blessur gemäss Rizzo aber nicht.

3 Kommentare
    Ueli Jucker

    Es waren nicht Urs Fischer und Ludovic Magnin in der Verteidigung bei den Zürchern. Ludovic spielte bei Lugano damals.