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Bau geht zu langsamKanton soll den Seeuferweg allein bezahlen

Weil sich die Gemeinden mit zwanzig Prozent an den Baukosten beteiligen müssen, kommt der Seeuferweg nicht vom Fleck. SP, GLP und Grüne wollen das ändern.


Zwischen Richterswil und der Halbinsel Giessen führt der Seeuferweg über einen Steg. Dort ist Ende: Der nächste Abschnitt zum Bahnhof Wädenswil ist noch nicht gebaut. Wanderer müssen stattdessen durch Gewerbe- und Wohngebiete marschieren.

Zwischen Richterswil und der Halbinsel Giessen führt der Seeuferweg über einen Steg. Dort ist Ende: Der nächste Abschnitt zum Bahnhof Wädenswil ist noch nicht gebaut. Wanderer müssen stattdessen durch Gewerbe- und Wohngebiete marschieren.
Foto: Reto Oeschger

Sechs Millionen Franken budgetiert der Kanton Jahr für Jahr für den Bau von Seeuferwegen. So will es ein Gesetz aus dem Jahr 2010. Doch das Geld bleibt grösstenteils unangetastet liegen, vor allem der heiss ersehnte Ufer-Wanderweg rund um den Zürichsee ist und bleibt lückenhaft. Die Goldküste entlang gibt es zum Beispiel nur oberhalb der Dörfer, am Hang des Pfannenstiels, einen durchgehenden Wanderweg. Auf der anderen Seeseite führt der Weg ab Horgen seeabwärts entweder die Autobahn entlang und über Quartierstrassen– oder durchs Sihltal.

Die Uferweg-Misere hat nach Ansicht von SP-Kantonsrat Jonas Erni einen Grund, wie er heute Montag im Kantonsrat sagte: «Der Passus, der den Gemeinden zwanzig Prozent der Baukosten für Seeuferweg-Etappen auf ihrem Gebiet aufbürdet und den die Bürgerlichen damals in letzter Sekunde ins Gesetz gedrückt haben, verzögert die Realisierung.» GLP und Grüne teilen diese Einschätzung. Die drei Fraktionen haben deshalb eine parlamentarische Initiative eingereicht, mit welcher diese Kostenbeteiligung gestrichen werden soll.

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