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SP-Vorschlag abgelehntKantonsrat will keine Steuerdetektive

Nur die SP und die Grünen sind für verdeckte Observationen, um Steuerbetrug aufzudecken. Ein einziger Bürgerlicher sieht das gleich.

Das Steueramt soll keine Detektive losschicken dürfen, wenn ein Verdacht auf Betrug besteht.
Das Steueramt soll keine Detektive losschicken dürfen, wenn ein Verdacht auf Betrug besteht.
Foto: Dominique Meienberg

Dass die Motion der SP ausgerechnet diesen Montag im Kantonsrat verhandelt wurde, ist Zufall. Aber es sei genau jetzt der ideale Zeitpunkt, um über Steuerdetektive zu entscheiden, sagte Andreas Daurù (SP, Winterthur) am Montag im Kantonsrat. Denn in knapp zwei Wochen, am 7. März, stimmt der Kanton Zürich über jene Detektive ab, die künftig Sozialhilfebezüger bei Verdacht auf Betrug observieren sollen.

«Steuerhinterziehung und -betrug ist für die Staatskasse ein x-Faches schädlicher als vereinzelter Sozialhilfemissbrauch», so Daurù. Während dem Kanton durch Sozialhilfebetrug ein Schaden von vielleicht zwei, drei Millionen Franken im Jahr entstehe, entgingen dem Fiskus durch nicht deklarierte Vermögen und Einkommen jährlich geschätzte hundert Millionen, «vielleicht auch mehr».

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