Zum Hauptinhalt springen

Mamablog: Interview zu Essstörungen«Karotten und Brokkoli braucht kein Mensch»

Eva Kerschischnik arbeitet in der Esslernschule in Graz. Wir haben mit ihr über guten Zucker, böses Wasser und Zusammenhänge zwischen Essstörungen und anderen Verhaltensauffälligkeiten gesprochen.

Was, wenn das Kind das Essen komplett verweigert? Eltern, die sich an die Grazer Esslernschule wenden, stehen unter einem grossen Leidensdruck.
Was, wenn das Kind das Essen komplett verweigert? Eltern, die sich an die Grazer Esslernschule wenden, stehen unter einem grossen Leidensdruck.
Foto: Getty Images

Frau Kerschischnik, neben sondenernährten Kindern behandeln Sie bei NoTube auch sogenannte «picky eater»: Kinder also, die sehr wählerisch mit ihrer Nahrung umgehen und häufig nur Lebensmittel in einer ganz bestimmten Farbe oder Konsistenz oder von einer bestimmtem Marke zu sich nehmen. Wie begegnen Sie diesen Kindern?

Jede Behandlung ist individuell. Ich frage mich zunächst: Ist das Kind grundsätzlich gesund? Bringt es ein gutes Gewicht mit und ernährt sich einfach sehr eingeschränkt? Oder liegt eine Mangelernährung vor? Habe ich es mit einem Kind mit Behinderung zu tun? Oder einer autistischen Störung? Und natürlich: Was isst das Kind? Isst es Kohlehydrate, Fett und Eiweiss, also das, was man braucht, um zu gedeihen? Oder fehlt einer dieser Bausteine? Ich muss herausfinden, was ein Kind kann. Darauf baut man auf, daraus ergeben sich die nächsten Schritte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.