Zum Hauptinhalt springen

Interview zum Zürcher CO₂-Paket«Kein Klimaforscher will die Wirtschaft killen – im Gegenteil»

Der Kantonsrat will Zürich auf Klimaschutz-Kurs trimmen. ETH-Professor Reto Knutti sagt, wie viel die jüngsten Beschlüsse bringen. Und er entkräftet Gegenargumente.

Klimaforscher Reto Knutti auf dem Dach des Instituts für Atmosphäre und Klima der ETH, aufgenommen 2018.
Klimaforscher Reto Knutti auf dem Dach des Instituts für Atmosphäre und Klima der ETH, aufgenommen 2018.
Foto: Reto Oeschger

Herr Knutti, ein Lieblingsargument der Klimaschutzgegner ist, dass die Schweiz nur 0,1 Prozent des globalen CO₂-Ausstosses verursache. Auch am Montag wurde es von der SVP vorgebracht. Was entgegnen Sie darauf?

Das ist zwar richtig, bringt uns aber nicht weiter. Die Klimakrise ist eine globale Krise, wir können sie nur gemeinsam abwenden. Jedes Land muss seinen Beitrag leisten, und zwar nach Massgabe der Leistungsfähigkeit. Ich vergleiche das gern mit den Steuern: Ich kann auch nicht argumentieren, es spiele aufs Gesamte keine Rolle, ob ich die Steuern zahle oder nicht. Und weil die Schweiz wirtschaftlich stark und politisch stabil ist, sollte sie pro Kopf einen grösseren Beitrag leisten als andere Länder.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.