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Premier-League-Stars werden politisch Keine dummen Machos mehr

Früher waren englische Fussballer Rotzlöffel, schlechte Ehemänner und nicht selten Alkoholiker. Die neuen Stars sind vegan, spielen Schach – und lösten mit ihrem politischen Engagement sogar eine Regierungskrise aus.

Auf dem Cover des aktuellen «Time Magazine» als einer der 100 einflussreichsten Menschen: Marcus Rashford, couragierter und sozial engagierter Fussballer.
Auf dem Cover des aktuellen «Time Magazine» als einer der 100 einflussreichsten Menschen: Marcus Rashford, couragierter und sozial engagierter Fussballer.
Foto: PD

Für beste Unterhaltung sorgte die englische Premier League schon immer: Mit ihren Alkohol-Exzessen und Affären, ihren Scheidungen und unehelichen Kindern, ihren Villen und Frisuren waren die Spieler medial mitunter präsenter als mit dem, was sie auf dem Rasen leisteten.

Und natürlich mit ihrem Anhang, für den es gar einen eigenen Namen gibt: Die WAGs, wives and girlfriends, die mit ihrem Kunsthaar, den Kunstbrüsten und den Eifersüchteleien untereinander oft noch härtere Zweikämpfe führten als ihre Männer.

Als Vorbilder taugten die WAGs genauso wenig wie die Spieler. Alles war zu laut, zu protzig, zu vulgär. Und ja, auch zu dumpf. Die englischen Fussballer verkörperten bis anhin geradezu das Klischee jener, denen Geld und Erfolg zu Kopf steigt. Zeigte sich einer mal bei einem Charity-Projekt, fragte man sich, ob er überhaupt weiss, worum es geht.

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