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Drohung aus NordkoreaKim Yong-uns Schwester attackiert Joe Biden

Kim Yo-jong greift in der ersten öffentlichen Äusserung Nordkoreas zu Biden die neue US-Regierung direkt an. Zugleich verurteilte sie das Militärmanöver der USA mit Südkorea.

«Wenn Sie die nächsten vier Jahre ruhig schlafen wollen…»: Kim Yo-jong, Schwester von Kim Yong-un, droht der Regierung von US-Präsident Joe Biden.
«Wenn Sie die nächsten vier Jahre ruhig schlafen wollen…»: Kim Yo-jong, Schwester von Kim Yong-un, droht der Regierung von US-Präsident Joe Biden.
Foto: Jorge Silva (AFP)

Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un hat die USA mit scharfen Worten angegriffen. Die Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden wolle «den Geruch von Schiesspulver über unserem Land verbreiten», sagte Kim Yo-jong nach Angaben der staatlichen nordkoreanischen Zeitung «Rodong Sinmun» am Dienstag. «Wenn Sie die nächsten vier Jahre ruhig schlafen wollen, wäre es besser, nicht gleich zu Beginn für Arbeit zu sorgen, die Ihnen den Schlaf rauben wird.»

Es handelte sich um die erste öffentliche Äusserung Nordkoreas zu Biden. Zugleich verurteilte Kim Yo-jong das vergangene Woche gestartete Militärmanöver der USA mit Südkorea. Sie warf der Regierung in Seoul vor, den «Marsch des Kriegs» zu spielen. Sollte Südkorea «noch provokativer» handeln, drohte Kim Yo-jong mit der Aufkündigung einer militärischen Übereinkunft zwischen den beiden Staaten.

Aussenminister und Pentagon-Chef in Asien

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Jahren mittels direkter Begegnungen mit Machthaber Kim Jong-un auf einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms hinzuwirken versucht. Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch, seither lagen die Atom-Verhandlungen beider Länder auf Eis. Auch die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verschärften sich wieder.

US-Aussenminister Antony Blinken und Pentagon-Chef Lloyd Austin begannen am Montag ihre erste Auslandsreise nach Japan und Südkorea. In einem gemeinsamen Kommentar in der «Washington Post» bekräftigten beide Minister ihre Absicht, «unsere Beziehungen zu Freunden und Partnern wiederzubeleben».

AFP

24 Kommentare
    B.Kerzenmacherä

    Nordkorea trifft man mit Sanktionen nicht sonderlich. Solange China Nordkorea nicht fallen lässt, wird Nordkorea weitermachen. Selbst Südkorea hat nur bedingt Interesse an einer Wiedervereinigung, denn die Armut soll für Südkorea ruhig in Nordkorea bleiben. Unter D. Trump hat Nordkorea versucht USA auszumanövrieren. Die Lage ändern kann hier letztlich nur China.