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ZoomKirgisinnen zwischen Familie und eigenen Träumen

«Nach meinem Wirtschaftsstudium lernte ich meinen Mann kennen und wir zogen in sein Dorf. Jetzt leben wir mit seiner Mutter und unseren vier Kindern zusammen.»
«Meine Mutter begann dieses Jahr, sich Sorgen zu machen, dass ich nicht bald heiraten würde. Sie bekam mich, als sie 23 Jahre alt war. Ich denke, jetzt ist eine andere Zeit, und unsere Generation hat bereits mehr Freiheiten. Ich habe ihr gesagt, dass meine medizinische Karriere im Moment wichtiger für mich ist.»
«Schon als junge Mädchen wird uns beigebracht, den Tee genau richtig zu servieren, die Tasse muss nur halb voll sein und der Tee nicht zu heiß, sonst könnte sich der Gast ja verbrennen.»
«Ich kämpfe noch immer damit, herauszufinden, ob ich dem Weg, der von  meiner Familie und Religion vorgegeben wurde, verfolge, oder einen ganz anderen einschlage.»
«Frau zu sein in Kirgisistan, bedeutet für mich, eine Art Kampf gegen Stereotypen zu führen. In asiatischen Kulturen sollten Frauen immer dem zustimmen, was Männer oder die Eltern sagen – es ist schwer, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.»
«In unser Kultur geben wir viel Geld für die Hochzeitsfeierlichkeiten aus. Normalerweise sind um die 400 Gäste anwesend! Ich bin dagegen, dieses Geld für so was zu verschwenden, dieses spare ich lieber und gehe reisen. Ich habe es versucht, meiner Mutter zu erklären, aber sie lehnt es konsequent ab und will ein grosses Fest machen, wenn ich heirate.»
«In unserer Kultur muss man immer bereit sein, das zu tun, was die Gesellschaft von einem erwartet, aber ich bin dagegen»
«Wir sind beide aus einem Dorf nach Bishkek für das Studium gekommen. Wir leben beide mit entfernten Verwandten, hier ist es nicht üblich, als Studentin alleine zu leben oder in einer Wohngemeinschaft.»
«Neben der Betreuung meiner Familie, bin ich in einem Online-Kurs eingeschrieben, um Lehrerin zu werden. Ich hoffe, dass ich es schaffen werde, in der Dorfschule zu arbeiten, wenn mein Jüngster in den Kindergarten geht.»
«Ich bin eine Schwiegertochter und muss somit die traditionellen Regeln befolgen. Ich weiss, was von mir erwartet wird. Es sind unausgesprochene Regeln, die wir befolgen. Ich denke, es ist einfach normal und in Ordnung.»