Zum Hauptinhalt springen

Rorschach-TestKleckern statt klotzen

Vor hundert Jahren erfand der Schweizer Psychiater Hermann Rorschach seinen berühmten Test. Warum die Tintenkleckse vielleicht mehr verraten als angenommen.

Einen Schmetterling? Eine Giraffe mit zwei Flügeln? Ein Geschlechtsorgan?  Die berühmte Tafel I aus dem Rorschachtest.
Einen Schmetterling? Eine Giraffe mit zwei Flügeln? Ein Geschlechtsorgan? Die berühmte Tafel I aus dem Rorschachtest.
Foto: Granger Historical Picture Archive/Alamy Stock Foto

Es ist eine Urszene der Psychologie: Ein älterer, vertrauensseliger Mann schiebt eine rechteckige Papptafel über den Tisch, auf der ein grosser Tintenklecks zu sehen ist. Er fragt: «Was könnte das sein?».

Der Rorschachtest, benannt nach seinem Erfinder, dem Schaffhauser Hermann Rorschach (1884–1922), ist der mit Abstand berühmteste und mit Abstand umstrittenste psychologische Test. In der einzigen bisher erschienenen Biografie über Hermann Rorschach, «Im Auge des Betrachters», schreibt der Autor Damion Searls, dass die zehn Tintenkleckse «wohl die zehn am häufigsten interpretierten und analysierten Abbildungen des zwanzigsten Jahrhunderts» sind.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.