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Ranking der Klimastreik-BewegungDiese fünf Banken sind top beim Klimaschutz

Banken und Versicherer wurden zu ihren Klimazielen und der Umsetzung befragt. Mit den meisten Finanzinstituten ist die Klimastreik-Bewegung nicht zufrieden, aber deren Methode ist einfach gehalten und hat deshalb Lücken.

Protestaktion der Klimajugend in einer CS-Filiale in Lausanne, November 2018.
Protestaktion der Klimajugend in einer CS-Filiale in Lausanne, November 2018.
Foto: PD

Welche Banken und Versicherungen sind am klimafreundlichsten? Diese Frage will die Bewegung Klimastreik mit einem neuen Ranking beantworten. Die Liste basiert auf einer Umfrage, bei der sich die Finanzinstitute selbst einschätzen sollten.

Die Umfrage ist indes grob gehalten, das Ranking dient daher primär dazu, den «Handlungsdruck auf den Schweizer Finanzplatz zu erhöhen», wie Klimastreik selbst schreibt. Wegen der Erhebungsmethode per einfacher Umfrage ist die Liste weniger dafür geeignet, überprüfbare Aussagen zur Klimabelastung aus der Geschäftstätigkeit eines Finanzinstituts zu treffen.

Die Höchstnote von 6 bekamen nur fünf Institute: die Alternative Bank Schweiz, Forma Futura, die Freie Gemeinschaftsbank, Globalance und Oikocredit. Nur drei Banken bekamen die zweitbeste Note 5: die Basellandschaftliche Kantonalbank, die Privatbank Rahn + Bodmer sowie die Graubündner Kantonalbank. «Die Dringlichkeit der Klimakrise wird von den meisten Finanzinstituten nur ungenügend erkannt», schreibt Klimastreik.

Die Umfrage beruht auf drei Fragen mit je drei Antwortmöglichkeiten. Die erste betrifft die Transparenz, ob ein Finanzinstitut die Finanzflüsse offenlegt. Bei Punkt zwei mussten Banken und Versicherer angeben, ob sie ihr Geschäft so auszurichten gedenken, dass bereits 2030 der CO₂- Ausstoss netto auf null reduziert werden kann, oder ob sie dieses Ziel erst 2050 oder gar nicht anstreben. Der dritte Punkt betrifft die Frage, ob und wie schnell ein Institut aus der Finanzierung fossiler Energien aussteigen will.

«Das wichtigste Kriterium für eine gute Einstufung ist ein Bekenntnis zum Netto-null-Ziel sowie zum Ausstieg aus der Finanzierung fossiler Energien», erklärt Klimastreik-Sprecherin Stephanie Wyss. Sechs Institute bekennen sich zum Netto-null-Ziel im Jahr 2030, zehn weitere zur Erreichung des Ziels im Jahr 2050. Dies belege, dass der Finanzplatz insgesamt noch weit entfernt davon sei, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen, schreibt Klimastreik.

Keine Standards in der Branche

Sprecherin Wyss räumt ein, dass der Fragebogen «etwas schwarzweiss» geraten ist. So ist es für eine Kantonalbank leichter, sich zum Ausstieg aus der Kohlefinanzierung zu bekennen, weil viele Kantonalbanken sowieso nie eine Kohlemine finanziert haben. Die Grossbanken mit ihrem internationalen Kapitalmarkt- und Finanzierungsgeschäft sind da in einer ganz anderen Ausgangslage.

Derzeit gibt es auch keinen Standard, wie der Klimaeinfluss von Finanzinstituten objektiv festgestellt werden kann. Das räumt auch Klimastreik ein: «Finanzinstitute hinsichtlich ihrer Klimafreundlichkeit einzuordnen, ist schwierig.» Arbeiten an vergleichbaren Klima-Offenlegungen kommen nur langsam voran.

Von 76 befragten Banken und Versicherern haben nur 22 den Fragebogen ausgefüllt, mit zwölf weiteren Instituten hatte Klimastreik einen Austausch.

Bei der Schweizerischen Bankiervereinigung heisst es daher kühl, sie nehme die Ergebnisse «zur Kenntnis». Die Ergebnisse würden nichts daran ändern, dass der Schweizer Finanzplatz sich «klar zum Pariser Klimaabkommen bekennt».

22 Kommentare
    weber anna

    Wer Immer noch glaubt, man könne am Klima etwas verändern ist auf dem Holzweg. Den Klimawandel erleben wir mit den vier Jahreszeiten und das Klima bestimmt unser Wette, daran kann niemand etwas rütteln, das ist reine Illusion und hat im Endefekt etwas mit Abzockerei der Bürger zu tun. Wegen solchen Studis und Kindsköpfen würde ich auch meine Bank nicht wechseln. Ein Verbot für fossile Brennstoffe darf und kann es nicht geben, eine Oelheizung oder ein Auto mit Benzinmotor ist immer noch Privatsache und da hat der Vater Staat oder eben solche Bewegungen gar nichts zu suchen. Es gibt keine Gründe für solche Forderungen. Die Wissenschaftler sind reine Panikmacher.