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Können die Städte nicht rechnen?

Downtown Zürich: Nicht nur Zürich, sondern auch Bern, Luzern, St. Gallen und Zug übertrafen ihr Budget bei weitem.

Städte haben allgemein immer noch den Ruf, arm zu sein. Nun schreiben Zürich, Luzern, Bern, St. Gallen oder Zug wider Erwarten grosse Überschüsse. Wie kommt das?

Ist es nicht ein lausiges Controlling, wenn man wie in der Stadt Luzern sich in den letzten drei Jahren massiv verrechnet hat? Oder die Stadt Zürich, die statt 8 Millionen nun 331 Millionen Franken Gewinn machte?

Bereits 2015 schlossen über drei Viertel aller Städte und Gemeinden besser als budgetiert ab. Da fragt man sich überspitzt formuliert, ob die Städte überhaupt rechnen können.

Es ist doch typisch für Finanzdirektoren, dass sie grundsätzlich schwarzmalen und sich dann überrascht zeigen, wenn die Zahlen nicht rot sind.

Nach der Flüchtlingskrise der vergangenen Jahre hätte man eigentlich erwartet, dass die Sozialkosten explodieren würden.

Dann kommt auf die Städte eine Kostenbombe zu?

Kritisiert wird aber, dass absichtlich pessimistisch gerechnet wird, um den Spardruck aufrechtzuerhalten. In Luzern wurden Sitzbänke nicht mehr ersetzt, Spielplätze vernachlässigt – und jetzt schreibt die Stadt Gewinne ...

Aber St. Gallen zum Beispiel hat zum vierten Mal hintereinander besser abgeschlossen als budgetiert. Trotzdem weigert sich die Stadt, die Steuern zu senken. Werden da nicht Steuern auf Vorrat erhoben?