Kostbares Glück

Eine Stimme wie aus den 70er-Jahren singt flauschige Lieder mit untergründiger Spannung.

Auf den Spuren Burt Bacharachs: Rumer.

Auf den Spuren Burt Bacharachs: Rumer.

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Musik, die vor 40 Jahren noch als Mainstream verpönt gewesen wäre, ist heute hip. Nehmen wir den Fall der Britin Rumer. Beim aktuellen Album «Into Colour» sind die musikalischen Einflüsse auf die Gitarristin mit der Sahnestimme klar erkennbar: Karen Carpenter und ihr unübertroffener Vanillegesang, Carole Kings kecke Selbstbestimmungsballaden und Burt Bacharachs sommerlicher Wohlklang.

Doch der Appeal der 1979 als Sarah Joyce im pakistanischen Islamabad zur Welt gekommenen Sängerin basiert nicht auf fahler Nostalgie für nie erlebte Zeiten. In ihren mit Perwoll gewaschenen Songs über sonnige Nachmittage mit ihrem Liebsten und die kalte Aussenwelt, die solche Glücksmomente so kostbar macht, steckt eine verzweifelte Spannung. So gross war die Resonanz auf das viel gelobte Debütalbum «Seasons of My Soul» (2010), dass Rumer ein posttraumatisches Stresssyndrom davontrug. Auf «Into Colour», mit dem Lebenspartner und Bacharach-Begleiter Rob Shirakbari geschrieben, hallt dieser schwere Absturz nach. Die Musik hat nichts von ihrer flauschigen Schönheit verloren, doch die Angst vor Verlust und Enttäuschung scheint näher gerückt. ­Rumers Liedern haben die schwierigen Zeiten gutgetan.

Erstellt: 11.03.2015, 13:23 Uhr

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