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Verfahren gegen GC-Fan zurückgewiesenKrawallgruppe-Chef forderte Landesverweis – doch es kam anders

Ein deutscher GC-Fan soll einen Familienvater verprügelt haben und dafür die Schweiz verlassen. Die Staatsanwaltschaft muss nun nochmals ran an den Fall.

Die Polizei im Einsatz: Immer wieder kommt es vor und nach Fussballspielen in Zürich zu Ausschreitungen.
Die Polizei im Einsatz: Immer wieder kommt es vor und nach Fussballspielen in Zürich zu Ausschreitungen.
Archivfoto: Thomas Egli

Das Zürcher Bezirksgericht hat sich für den Fall den ganzen Tag reserviert. Vor den Richtern sitzt ein 22-jähriger deutscher Koch und GC-Fan. Seine Anklageschrift liest sich wie ein Auszug aus dem Tagebuch eines Fussballchaoten: diverse Sachbeschädigungen oder Hausfriedensbruch, weil er sich trotz sechsjährigem Verbot ins Stadion einschleicht.

Am schwersten wiegt ein Vorfall vom Februar 2018. Nach einem Spiel GC gegen FCZ im Letzigrund soll der 22-Jährige zusammen mit einer Gruppe Fans einen Vater und dessen Sohn angegriffen haben. Der Vater befindet sich in der Nähe des Limmatplatzes, als er die Horde auf sich zurennen sieht. Er versteckt seine «Südkurve Zürich»-Kappe, vermutlich, um sich nicht als FCZ-Fan zu outen. Es ist zu spät: Der Koch entdeckt und verprügelt ihn und klaut ihm auch noch die Kappe. Der Verletzte hat nach dem Angriff ein blaues Auge und Rückenschmerzen.

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