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Kommentar zu angeblichem ParteifilzKritik an der Wahl von Post-Präsident Levrat ist heuchlerisch

Kaum war der ehemalige SP-Präsident zum obersten Pösteler ernannt, ging das übliche Lamento über den Parteifilz los.

Der ehemalige SP-Präsident Christian Levrat wird Verwaltungsratspräsident der Post. Viele waren entrüstet über die Wahl.
Der ehemalige SP-Präsident Christian Levrat wird Verwaltungsratspräsident der Post. Viele waren entrüstet über die Wahl.
Foto: Andree-Noelle Pot

SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat den Genossen Christian Levrat als Post-Präsident vorgeschlagen. Ein Aufschrei der Empörung ging durchs Land. Sie habe ihrem Parteikumpanen einen lukrativen Nebenjob zugeschanzt, hiess es überall. Von Vetternwirtschaft und Parteifilz war die Rede. Und davon, dass es für den Job einen richtigen Manager mit Leistungsausweis gebraucht hätte.

Dass Bundesräte Parteikollegen für wichtige Ämter vorschlagen, hat eine lange Tradition. Urs Schwaller, abtretender Post-Präsident und ehemaliger Fraktionschef der CVP, wurde damals von seiner Parteikollegin und damaligen Umweltministerin Doris Leuthard portiert. Leuthard hat auch die Wahl des SRG-Präsidenten Jean-Michel Cina initiiert. Auch damals gab es Kritik. Nur einfach von der anderen Seite.

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