Herzog & de Meuron bauen ein riesiges Museum in China

Das Museum in der Metropole Hangzhou soll die Geschichte des Kaiserkanals erzählen. Ein Modell besteht bereits.

Blick über den Kaiserkanal auf das geplante Museum. © Herzog & de Meuron

Blick über den Kaiserkanal auf das geplante Museum. © Herzog & de Meuron

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Die Basler Architekten Herzog & de Meuron haben den Wettbewerb für den Bau eines riesigen Museumskomplexes in China gewonnen. Es handelt sich um ein Museum mit einer Ausstellungsfläche von 50'000 Quadratmetern, was rund sieben Fussballfeldern entspricht. Es soll unmittelbar neben dem Kaiserkanal errichtet werden, der Hangzhou mit Peking verbindet und mehr als 1800 Kilometer lang ist. Hangzhou liegt ungefähr 200 Kilometer südwestlich von Shanghai und hat über neun Millionen Einwohner.

Der Entwurf soll, wie das Architekturbüro mitteilt, die Bedeutung des Kanals für die Kultur- und Naturlandschaften Chinas widerspiegeln und einen lebendigen, zeitgenössischen Treffpunkt schaffen. Durch das Anheben der Ausstellungsfläche um 12 Meter und die Minimierung der bodenberührenden Strukturelemente werde der Raum unter dem Museum freigegeben und biete so den Besucherinnen und Besuchern einen zusätzlichen überdachten und schattigen Raum. Die riesige Ausstellungsfläche werde auf zwei identische Etagen verteilt, die unabhängig voneinander bespielt werden könnten.

Das ringförmig angelegte Museum hat einen Dachgarten. Rechts der zugehörige Hotelkomplex. © Herzog & de Meuron

Inspiriert durch den Kaiserkanal selbst, stand laut der Pressemitteilung von HdM am Anfang des Entwurfs eine charakteristische Linie, die an einen eleganten chinesischen Pinselstrich erinnert. Es heisst weiter: «In diesem Gebäude befindet sich das Museum, das die Geschichte des Kaiserkanals erzählt: den Bau, seine Rolle für die Landwirtschaft der östlichen Ebene Chinas, seine Bedeutung als Kommunikationsweg während der Zeit des Kaiserreichs und seine kulturelle Ausstrahlung bis heute. Hier stehen sich Wasser und Museum gegenüber und schaffen einen visuellen und materiellen Dialog.»

Die Landschaftsgestaltung ist als Darstellung der verschiedenen regionalen Pflanzenwelten Chinas konzipiert, die durch den Verlauf des Kaiserkanals verbunden sind. Herzog & de Meuron haben sich in China in einem Wettbewerb gegen Entwürfe von Zaha Hadid Architects und David Chipperfield Architects durchgesetzt. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2023 geplant.

Erstellt: 17.12.2019, 16:15 Uhr

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