«Ihr ehrt nicht mich, ihr ehrt euch selbst»

Rock-Legende Neil Young wurde bei einem Grammy-Event geehrt – und zeigte sich der Auszeichnung gegenüber eher skeptisch.

Begeisterung wäre anders: Neil Young nimmt seine Auszeichnung entgegen (21.01.2014).

Begeisterung wäre anders: Neil Young nimmt seine Auszeichnung entgegen (21.01.2014). Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die National Academy of Recording Arts and Sciences – die Vereinigung der Produzenten und Toningenieure – ehrte Young im Rahmen einer Grammy-Veranstaltung für seine künstlerische Kreativität, philanthropischen Aktivitäten und seine Bemühungen um Klangqualität in einer mehr als vier Jahrzehnte umfassenden Karriere. Die Veranstaltung fand im Studio The Village statt, in dem Grössen wie die Beach Boys, Ray Charles, Eric Clapton, Elton John und Mariah Carey Platten aufgenommen haben.

Young konstatierte nüchtern: «Ihr ehrt nicht mich, ihr ehrt euch selbst». Dann erzählte er, wie er 1975 seinen Song «Like A Hurricane» in The Village aufnahm und lamentierte einen Qualitätsverlust durch digitales Aufnehmen. Bei der Gelegenheit warb er für seinen demnächst startenden HiFi-Audio-Dienst Pono. Das hawaiianische Wort bedeutet Gerechtigkeit.

Für Bestes Rockalbum nominiert

Young griff bei dem Event nicht selbst zur Gitarre: Dave Matthews gab akustische Versionen von «Rye Whiskey» und den Young-Klassikern «My My, Hey Hey» und «The Needle and the Damage Done» zum Besten.

Mit seinem aktuellen Album «Psychedelic Pill» ist Young mit seiner Band Crazy Horse bei der Grammy-Preisgala am Sonntag in der Kategorie Bestes Rockalbum nominiert. Er tritt dort gegen Black Sabbath, David Bowie, Kings of Leon, Led Zeppelin und Queens of the Stone Age an. (sda)

Erstellt: 22.01.2014, 14:00 Uhr

Video

«Like A Hurricane», 1979: Neil Young und seine Band Crazy Horse.

Skeptische Betrachtung: Neil Young und sein Award (21.01.2014) (Bild: Keystone )

Artikel zum Thema

Neil Young: Der Unverbesserliche

Neil Young kommt. Drei «Züritipp»-Autoren bejubeln die ihnen liebste Platte des Kanadiers. Mehr...

Musikalischer Donner und ein echtes Gewitter

Sophie Hunger, Phoenix und Bergbauernrock: Das 38. Paléo-Festival Nyon startete mit einem stimmungsvollen Abend. Pünktlich zu Neil Youngs «Hurricane» wurden die Besucher aber von einem heftigen Gewittersturm überrascht. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Die Welt in Bildern

Waagrechtstart: An den Festlichkeiten des St. Juliantag in Malta, springt ein Wettkämpfer von einem rutschigen Pfahl und schnappt sich die Fahne über dem Wasser. (20.August 2017)
(Bild: Darrin Zammit Lupi ) Mehr...