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Adolf Muschg kritisiert Entlassung von «Literaturclub»-Moderator

Das Schweizer Fernsehen müsse die Entlassung von Stefan Zweifel überdenken, fordert der Schriftsteller Adolf Muschg. Dieses hüllt sich weiterhin in Schweigen - trotz wachsender Kritik.

Übersetzer, freier Autor und bis vor kurzem Leiter des Literaturclubs am Schweizer Fernsehen: Stefan Zweifel (18. Juni 2012).
Übersetzer, freier Autor und bis vor kurzem Leiter des Literaturclubs am Schweizer Fernsehen: Stefan Zweifel (18. Juni 2012).
Gaetan Bally, Keystone

Nach dem unschönen Abgang von «Literaturclub»-Moderator Stefan Zweifel schaltet sich jetzt ein Schwergewicht der Schweizer Literaturszene in die Debatte ein. Adolf Muschg sähe Zweifel, «wenn schon nicht mehr als Moderator, so zumindest als Kritiker» gerne in der SRF-Sendung zurück. Dies sagte er der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

«Zweifels Doppelrolle als Moderator und Kritiker ist eine Chance und nicht ein Nachteil für die Sendung. Eine Redaktion muss souverän genug sein, ein gefälltes Urteil zu überdenken», sagt Muschg.

«Kein Zusammenhang mit Heidegger-Zitat»

Trotz wachsender Kritik hüllt sich SRF diesbezüglich in Schweigen. Per Stellungnahme teilt es mit, dass «zwischen der Diskussion um Elke Heidenreichs Heidegger-Zitat im Literaturclub am 22. April 2014 und der Absetzung Stefan Zweifels kein Zusammenhang» besteht. Bereits seit dem 9. April 2013 sei die Redaktion mit Stefan Zweifel im Gespräch, weil seine Leistung als Moderator nicht den Erwartungen von SRF entsprach.

Zum Eklat kam es, weil Elke Heidenreich im «Literaturclub» ein Heidegger-Zitat erfand. Moderator Stefan Zweifel bemerkte es. Inzwischen hat auch Heidenreich selber gesagt, dass das Zitat nicht von Heidegger stammt. Zweifel und das SRF haben sich inzwischen getrennt.

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