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Als die Bilder sprechen lernten

Das Fotomuseum Winterthur zeigt eine erstaunliche Paul-Strand-Retrospektive.

Jeder kanns, jeder tuts, Fotografieren ist der neue Sex. Aber wer hats erfunden? Nicht das bilderverrückte Amerika. In Europa ist es passiert. Die europäische Kunstavantgarde – Picasso, Brancusi, Cezanne, der Kubismus und seine Kinder – hat amerikanische Fotografen angespornt, ihre Bildsprache immer wieder vorwärts, weiter und in die Moderne zu peitschen. Mit dem Effekt: Fotografie ist heute Weltsprache und als Kommunikationsmedium fast so erfolgreich wie Geld.

Wem diese Erklärung zu polemisch erscheint, wird im Fotomuseum Winterthur feststellen müssen, dass es tatsächlich so war. Und wie spannend ist diese Wahrheit! Co-Direktor Duncan Forbes hat die erste Retrospektive des amerikanischen Modernisten Paul Strand an Land gezogen. «Paul Strand – Fotografie und Film für das 20. Jahrhundert» heisst sie, und die grossen Worte über ein Werk, das 60 Jahre umfasst, lösen ihr Versprechen in jeder Silbe ein.

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