«Ein typisch schweizerischer Zugang»

Bundesrat Alain Berset hat am Montag den Schweizer Pavillon an der 13. Architekturbiennale von Venedig eröffnet.

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Den Gestalter Miroslav Sik würdigte er als einen der radikalsten und einflussreichsten Architekturtheoretiker der Schweiz. Sik, der an der ETH Zürich lehrt, habe eine ganze Generation von heute einflussreichen Schweizer Architektinnen und Architekten geprägt, sagte Berset gemäss Redetext. Er hob auch Siks architektonisches Credo hervor, wonach neue Gebäude sich stets auch in ihre Umgebung einpassen sollten.

«Das scheint mir ein typisch schweizerischer Zugang zu sein», sagte Berset über den gebürtigen Tschechen. Die Schweiz, mit ihrer starken und lebendigen Tradition der direkten Demokratie, suche stets den Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen und Meinungen.

Arbeit im Ensemble

Wie Pro Helvetia mitteilte, ist es kaum erstaunlich, dass Sik die Ausstellung im Pavillon mit dem Titel «And Now the Ensemble!!!» gemeinsam mit Partnern gestaltet hat. An den Wänden im grossen Saal haben insgesamt drei Architekturbüros das Panorama einer aus ihrer Sicht idealen Stadt entwickelt.

Mit seiner programmatischen Forderung «And Now the Ensemble!!!» hat Sik gemäss Pro Helvetia auch den Nerv der Zeit getroffen: Einen vergleichbaren Ansatz verfolge der britische Architekt David Chipperfield, der in Venedig die Hauptausstellung «Common Ground» kuratiert. Darin halte auch er zu mehr Zusammenarbeit an.

An der 13. Architekturbiennale ist die Schweiz nicht nur mit dem Pavillon, sondern zusätzlich mit einem «Salon Suisse» im Palazzo Trevisan – dem Honorarkonsulat der Schweiz – vertreten. Dort finden bis Ende November verschiedene Veranstaltungen statt, die den Austausch fördern sollen.

Die Organisation des Schweizer Auftritts an der Biennale liegt erstmals in der Hand der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Mit dem neuen Kulturförderungsgesetz ist sie seit Anfang 2012 für das kulturelle Auslandengagement des Bundes verantwortlich. (lmm/sda)

Erstellt: 28.08.2012, 08:39 Uhr

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