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Das Zumthor-Werk in fünf Bänden

Voller Spiritualität

Der Basler Architekt Peter Zumthor gehört zu den international renommiertesten Vertretern seines Fachs. Eine neue Werkausgabe zeigt, warum: Zumthors Werke zwischen 1985 und 2013 zeigen eine formale Geschlossenheit und konsequente Strenge und wirken doch voller Spiritualität. Ob Kapellenbau, Wohnhaus oder Schutzbauten für Ausgrabungen: Stets ist die Autorschaft des ehemaligen Möbelschreiners erkennbar, der mit Materialien, Licht (und Schatten) gestalterisch souverän umzugehen weiss. Zweck und Ort bestimmten die Form, schreibt Zumthor im Vorwort – und das ist nicht nur Bescheidenheit, es ist auch die Sicherheit des erfahrenen Gestalters, der die richtige Form erkennt.

Dafür musste sich Zumthor erst freimachen vom ideologischen Ballast der 60er- und 70er-Jahre; er steht bis heute nicht im Verdacht, Kompromisse zu machen, und misstraut folglich jedem Renditebau. Wie ein Schriftsteller erst gut wird, wenn er sich von Ideologie befreit, so geht es auch dem Architekten: Zumthor bezeichnet, nach einem eher spielerischen Einstand als Architekt, die späten 70er und frühen 80er als Start zu seinen inspirierten Jahren. So beginnt die Werkausgabe 1985 mit seinem Atelierbau im bündnerischen Haldenstein. Ende der 90er kam dazu auch ein Wohnhaus; sein Lebens- und Arbeitszentrum nahe Chur ist heute ein Anziehungspunkt für Architekturstudierende aus aller Welt.

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