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Eine Scheune für Big Data

Der japanische Architekt Kengo Kuma hat das ArtLab auf dem Campus der ETH Lausanne gebaut. Besucher können darin die Digitalisierung studieren.

Holzbau und Industrie­ästhetik vereint unter einem Dach.
Holzbau und Industrie­ästhetik vereint unter einem Dach.
Jean-Christophe Bott, Keystone

250 Meter streckt sich das Satteldach über den Campus der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), als habe jemand eine Scheune in die Länge gezogen. Doch das holzverschalte ArtLab ist kein Heu-, sondern ein Datenschober. Im Gebäude vermittelt die Hochschule einer breiten Öffentlichkeit, wie Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften zusammenfinden. Die Brücke zwischen linker und rechter Hirnhälfte schlägt Big Data. Oder architektonisch gesprochen: das grosse Dach. Der japanische Architekt Kengo Kuma konterkariert den digitalen Zukunftsglauben mit dem Urelement der Baukunst, als wolle er die flüchtige IT-Branche erden. Es ist das erste Gebäude in der Schweiz des 62-Jährigen, der bisher vor allem in Japan, China und Frankreich gebaut hat und der für seine Kombination aus japanischer Sensibilität und dekonstruktivistischem Furioso bekannt ist.

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