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Sind die Tiny Houses wirklich so ökologisch?

Die Minihäuser seien nur für «Einsiedler und Ökofakire», sagt ein Pionier für alternative Wohnformen. Tiny-House-Besitzer widersprechen.

Ursprünglich aus den USA, ist die Tiny-House-Bewegung auch in der Schweiz angekommen. Zum Beispiel hier in Au ZH.
Ursprünglich aus den USA, ist die Tiny-House-Bewegung auch in der Schweiz angekommen. Zum Beispiel hier in Au ZH.
Samuel Schalch
Wie nachhaltig das Tiny House ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem vom Baumaterial, dem Standort und dem gesamten Landverbrauch pro Person.
Wie nachhaltig das Tiny House ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem vom Baumaterial, dem Standort und dem gesamten Landverbrauch pro Person.
Verein Kleinwohnformen
Ein grosser Vorteil des Tiny House liegt in seiner Flexibilität. Es kann vorübergehend an Orten abgestellt werden, unter anderem, um temporär entstandenen Freiraum optimal auszunutzen. Auch das Tiny House von Au ZH ist dank Rädern mobil.
Ein grosser Vorteil des Tiny House liegt in seiner Flexibilität. Es kann vorübergehend an Orten abgestellt werden, unter anderem, um temporär entstandenen Freiraum optimal auszunutzen. Auch das Tiny House von Au ZH ist dank Rädern mobil.
Samuel Schalch
Hier wohnen auf 33 Quadratmetern: Amelie Böing und René Reist, zusammen mit ihrem Sohn Nuori und Wolfshündin Elu.
Hier wohnen auf 33 Quadratmetern: Amelie Böing und René Reist, zusammen mit ihrem Sohn Nuori und Wolfshündin Elu.
Samuel Schalch
Sie nennen ihr Tiny House «Tilla», für tiny Villa.
Sie nennen ihr Tiny House «Tilla», für tiny Villa.
Projekt Tilla
Von aussen sieht ihr Tiny House kleiner aus, ...
Von aussen sieht ihr Tiny House kleiner aus, ...
Samuel Schalch
... als es sich von innen anfühlt.
... als es sich von innen anfühlt.
Samuel Schalch
Zusätzlicher Stauraum befindet sich unter dem Fussboden, dort befindet sich die Technik der Tilla.
Zusätzlicher Stauraum befindet sich unter dem Fussboden, dort befindet sich die Technik der Tilla.
Samuel Schalch
Trotz beschränktem Raum bleibt Platz für Verspieltes.
Trotz beschränktem Raum bleibt Platz für Verspieltes.
Samuel Schalch
Amelie Böing und René Reist sagen, dass sie heute mit mehr leben als früher. Sie waren viel unterwegs, unter anderem mit dem Fahrrad und dem Segelschiff.
Amelie Böing und René Reist sagen, dass sie heute mit mehr leben als früher. Sie waren viel unterwegs, unter anderem mit dem Fahrrad und dem Segelschiff.
Samuel Schalch
Auf den Tisch kommt unter anderem Essen aus Grossbestellungen. Diese teilt sich die junge Familie mit der Gemeinschaft, in der sie vorher gelebt hat.
Auf den Tisch kommt unter anderem Essen aus Grossbestellungen. Diese teilt sich die junge Familie mit der Gemeinschaft, in der sie vorher gelebt hat.
Samuel Schalch
Sich ausschliesslich vegan zu ernähren, kann sich Amelie Böing zurzeit aber nicht vorstellen. Sie findet, dass jeder im Rahmen seines möglichen Neues ausprobieren soll.
Sich ausschliesslich vegan zu ernähren, kann sich Amelie Böing zurzeit aber nicht vorstellen. Sie findet, dass jeder im Rahmen seines möglichen Neues ausprobieren soll.
Samuel Schalch
Das Kleinsthaus wurde aus regionalen Materialien gebaut, ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden und funktioniert energieautark.
Das Kleinsthaus wurde aus regionalen Materialien gebaut, ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden und funktioniert energieautark.
Aleksandra Hiltmann
René Reist erklärt, dass Tiny Houses den Boden schonen, weil sie kein Fundament brauchen. Um die Biodiversität zu stärken, lädt die Familie beispielsweise Insekten bewusst auf den Umschwung ein.
René Reist erklärt, dass Tiny Houses den Boden schonen, weil sie kein Fundament brauchen. Um die Biodiversität zu stärken, lädt die Familie beispielsweise Insekten bewusst auf den Umschwung ein.
Samuel Schalch
Amélie Böing und René Reist wollen zudem in einem nächsten Schritt  gemeinschaftliche Formen des mobilen Wohnens verwirklichen. Für sie bedeutet das Leben im Kleinsthaus nicht ein Leben in Abgeschiedenheit, sondern eine neue Art der Gemeinschaft, die es zu ermöglichen gilt, zusammen mit Gleichgesinnten.
Amélie Böing und René Reist wollen zudem in einem nächsten Schritt gemeinschaftliche Formen des mobilen Wohnens verwirklichen. Für sie bedeutet das Leben im Kleinsthaus nicht ein Leben in Abgeschiedenheit, sondern eine neue Art der Gemeinschaft, die es zu ermöglichen gilt, zusammen mit Gleichgesinnten.
Samuel Schalch
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Auf einem grünen Spickel Wiese im zürcherischen Au steht die Tilla – Tiny Villa – von Amelie ­Böing und René Reist. Mit ihrem einjährigen Sohn und einem Wolfshund lebt die Familie auf 33 Quadratmetern. Was klein aussieht, fühlt sich innen grösser an. Die Einrichtung ist schlicht, aber verspielt. Im ­Garten summen die Bienen, nebenan blühen Bäume.

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