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Spaziergänge in der Architektur

Während 15 Jahren hat Lucien Hervé Le Corbusiers Spätwerk in expressiven Bildern dokumentiert. Ein neuer Bildband versammelt fast zweihundert Tableaus dieser kongenialen Arbeit.

Ungewohnte Einblicke in Le Corbusiers Oberstes Gericht im indischen Chandigarh von 1952: Foto-Tableau von Lucien Hervé. (Schirmer/Mosel)
Ungewohnte Einblicke in Le Corbusiers Oberstes Gericht im indischen Chandigarh von 1952: Foto-Tableau von Lucien Hervé. (Schirmer/Mosel)

«Seit 40 Jahren suche ich einen Fotografen, der es versteht, Architektur auszudrücken. Sie haben die Seele eines Architekten!» Le Corbusier war begeistert, als er Ende 1949 erstmals Bilder von Lucien Hervé sah. Mit Fotografen kannte er sich aus, schon viele hatte er für sich arbeiten lassen, unter anderen auch den Schweizer René Burri. Doch in dem gebürtigen Ungarn Hervé, der 1928 nach Paris kam und 1937 Franzose wurde, hatte er endlich einen Partner gefunden, der seine Architektur so visionär erscheinen liess, wie er sich das immer vorgestellt hatte. Hervé sollte das späte Werk Le Corbusiers bis zu dessen Tod 1965 in unzähligen Fotografien festhalten: die Kapelle bei Ronchamp, die Entstehung der Regierungsbauten im indischen Chandigarh, das Kloster La Tourette, den Philips-Pavillon auf der Brüsseler Weltausstellung – oder auch Corbusiers eigenes Wohnatelier in Paris.

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