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Warum es diesmal nicht gelungen ist

Adolf Muschg hat eine Rezension seines neuen Buches kritisiert. Und wurde dafür im «Tages-Anzeiger» kritisiert. Zu Unrecht, verteidigt sich der Schriftsteller.

Ärgert sich über die Kritik an der Kritik an der Kritik: Autor Muschg.
Ärgert sich über die Kritik an der Kritik an der Kritik: Autor Muschg.
Keystone

Martin Ebel hat ganz recht: Ein öffentlich misshandelter Autor soll nicht öffentlich antworten. Er kann ja die Faust im Sack machen, und vielleicht bewilligt ihm der Knigge – wenn die Galle stärker wird als die Klugheit – gerade noch einen Brief an den Kritiker. Einen solchen habe ich Daniel Arnet am 30. August geschrieben, mit Kopie z. K. der Chefredaktion, und diesen mit dem Kommentar begleitet: «Die Öffentlichkeit, die er (der Kritiker) unwidersprochen herstellen kann, beanspruche ich nicht. Aber mein Einspruch ist auch keine blosse Privatsache. Es gibt Fälle, in denen sich ein Autor gegen den Umgang mit seiner Arbeit wehren muss.» Der Kritiker antwortete mir ebenso persönlich; Herr Geisseler aber, Mitglied der Chefredaktion, schrieb wie folgt zurück: «Trotzdem möchte ich Sie fragen, ob wir Ihren Brief - ganz oder Auszüge davon - in der nächsten Ausgabe der ‹SonntagsZeitung› publizieren dürften.» Leider stimmte ich zu - mit dem Vorbehalt, dass nur Passagen von öffentlichem Interesse gedruckt würden: «Ich möchte den Fall nicht privatisieren.»

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