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Vom braven Schweizer Schüler zum Diktator

Kim Jong-un lernte in Bern den westlichen Lebensstil kennen. Dann trat er das Erbe seines brutalen Vaters an. Wie viel ist unsere Bildung wert?

Massloser Personenkult: Untergebene notieren, was Nordkoreas Diktator Kim Jong-un bei der Besichtigung eines neuen Schiffes sagt. Foto: KCNA, Reuters
Massloser Personenkult: Untergebene notieren, was Nordkoreas Diktator Kim Jong-un bei der Besichtigung eines neuen Schiffes sagt. Foto: KCNA, Reuters

Im Klassenzimmer der staatlichen Steinhölzli-Schule in Liebefeld bei Bern soll der Knabe recht brav und ordentlich gewesen sein. Er wurde unter falschem Namen als Sohn eines Mitarbeiters der Botschaft ausgegeben. Drei Stunden pro Woche wurde dort die Geschichte der Schweiz unterrichtet. Da konnte man etwa lernen, wie sich die direkte Demokratie entwickelt hat. Im Jahr 2000 brach der Schüler ohne Abschluss ab, verliess Europa und wechselte auf die Militärakademie von Pyongyang.

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