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Bilder sind immer Vorbilder

Die Malerei-Ausstellung «Das doppelte Bild» in Solothurn führt tief in die Fragen nach dem Bild und seinen Neuinterpretationen – ein sinnliches und intellektuelles Vergnügen.

Inspiration Rembrandt: Klodin Erb.
Inspiration Rembrandt: Klodin Erb.
Kunstmuseum Solothurn
Übermalt seine Bilder – und stellt sie in Frage: Markus Gadient.
Übermalt seine Bilder – und stellt sie in Frage: Markus Gadient.
Kunstmuseum Solothurn
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Bilder stehen nie allein. Sie antworten auf andere Bilder. Genau das zeigt die spannende Malerei-Ausstellung «Das doppelte Bild», die der freie Kurator Andreas Fiedler zusammen mit dem Hausherrn Christoph Vögele im Kunstmuseum Solothurn realisiert hat.

Bilder stehen nie allein: Das bedeutet, dass Bilder sich auf andere Bilder berufen, auf diesen beruhen und sie erneut in Bewegung versetzen. Bilder haben also Vorbilder, lassen jedoch auch Erinnerungsbilder aufleben. Und in einer subtilen Malerei ist jedes Bild eine Vielzahl von Bildern, weil da Schicht für Schicht aufgetragen wird, jede Schicht die vorangehende übermalt, diese aber mit ihrem Durchschimmern trotzdem präsent bleibt. Malerei also als Palimpsest, als ständige Neudeutung, die jenseits des Materiellen in der Betrachtung nochmals eine weitere Schicht oder Ebene erhält.

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