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Blut und zuckende Herzen für die Götter

Eine Welt ohne Metall und Rad, dafür mit grausigen Opfern: Die Kultur der Maya liefert einen Gegenentwurf zur Alten Welt. Das zeigt eine sensationelle Ausstellung in Berlin.

Der Ballspieler entstammt der Epoche der Maya-Spätklassik (600–900 n. Chr.). Foto: Inah, Museo Nacional de Antropología, Mexiko-Stadt
Der Ballspieler entstammt der Epoche der Maya-Spätklassik (600–900 n. Chr.). Foto: Inah, Museo Nacional de Antropología, Mexiko-Stadt

Es gibt diese berühmte Karikatur mit den drei Affen, die nichts sehen, hören und sagen: Symbole der Reaktion in der Ära Metternich, als staatliche Zensur die Demokratie zu unterdrücken suchte. Dieses Bild kommt einem in den Sinn, wenn man jetzt im Berliner Martin-­Gropius-Bau vor dem Affen steht, der mit grosser Geste einen Stift vor sich hält. Es ist der Brüllaffenmann der Maya, Beschützer der Schreiber und ­Hüter der Erinnerung, Sendbote des ­zivilisatorischen Fortschritts.

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